Kategorie: Darm & Wechseljahre

  • Bleierne Müdigkeit in den Wechseljahren: Was hilft und ein unterschätzter Grund

    Bleierne Müdigkeit in den Wechseljahren: Was hilft und ein unterschätzter Grund

    Es ist halb elf, du sitzt am Schreibtisch und liest die dritte lange E-Mail an diesem Vormittag. Die Buchstaben verschwimmen, dein Kopf kippt kurz nach vorn und du schreckst hoch. Bist du gerade eingenickt? Im Büro? Oh nein!

    Abends sinkst du völlig ausgelaugt aufs Sofa und bekommst den Popo nicht mehr hoch. Deine Freundin fragt, ob du mitkommst, aber du sagst ab, schon wieder. Und nachts, wenn du endlich schlafen könntest, liegst du stundenlang wach, während deine innere Kritikerin deinen Tag Stück für Stück zerpflückt.

    Kennst du das? Dann bist du in guter Gesellschaft. Müdigkeit in den Wechseljahren gehört zu den häufigsten Beschwerden dieser Lebensphase und sie hat Gründe. Ein paar davon kennst du vermutlich schon. Einer sitzt an einer Stelle, an die kaum jemand denkt: in deinem Darm.

    In Kürze – Das Wichtigste auf einen Blick

    • Müdigkeit in den Wechseljahren ist eine der häufigsten Beschwerden: In einer internationalen Erhebung nannten 83 Prozent der Frauen Müdigkeit und Erschöpfung, mehr als Hitzewallungen (70%).
    • Die Hormone spielen eine große Rolle: Sinkendes Progesteron stört den Schlaf. Schwankendes Östrogen beeinflusst Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin, die für Antrieb und Konzentration wichtig sind.
    • Der Darm redet kräftig mit: Die Darmflora in den Wechseljahren entscheidet mit, wie viele Nährstoffe aus dem Essen in deinen Zellem ankommen. Über die Darm-Hirn-Achse wirkt sie auch auf Stimmung und Brainfog.
    • Was auf dem Teller hilft: Mittelmeerküche, pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, wenig Zucker, Alkohol und Kaffee halten den Blutzucker stabil und tun der Darmflora gut.
    • Wichtig: Hält die Müdigkeit über Wochen an oder kommen Schwindel oder Herzklopfen dazu, lass dich ärztlich untersuchen, zum Beispiel auf Eisen, Vitamin B12 und die Schilddrüse.

    Wie äußert sich Müdigkeit in den Wechseljahren?

    Diese Müdigkeit fühlt sich anders an als die nach einer kurzen Nacht. Ich selbst habe sie oft als bleiern erlebt: Du schläfst, wachst auf und bist trotzdem erschöpft. Ausschlafen am Wochenende hilft kaum. So zeigt sich die bleierne Müdigkeit in den Wechseljahren häufig:

    • Du nickst beim Lesen längerer Texte oder vieler E-Mails kurz ein.
    • Du kannst dich schlecht konzentrieren, obwohl du eine verantwortungsvolle Aufgabe hast und fragst dich, ob du ihr überhaupt noch noch gewachsen bist.
    • Dir fehlt der Antrieb. Zum Sport, zum Weggehen mit Freunden oder zu einem Spaziergang musst du dich regelrecht zwingen.
    • Du ziehst dich zurück, hast weniger Lust auf Gesellschaft und fühlst dich ängstlicher als früher.

    Du bist damit nicht allein. In einer internationalen Erhebung mit knapp 17.500 Frauen nannten 83 Prozent Müdigkeit in den Wechseljahren und starke Erschöpfung als Beschwerde, mehr als Hitzewallungen mit 60 bis 70 Prozent. Trotzdem bringen viele Frauen ihre Erschöpfung zuerst gar nicht mit den Wechseljahren in Verbindung. Sie schieben es auf den Stress, den Job oder das ständige „zuviel auf einmal“. Verständlich, denn darüber spricht kaum jemand.

    Warum fühle ich mich so energielos?

    Müdigkeit in den Wechseljahren kommt selten allein. In dieser Zeit wird der Schlaf oft brüchig: Du wachst nachts auf, die Tiefschlafphasen werden kürzer und selbst acht Stunden im Bett fühlen sich an wie fünf. Wer schlecht schläft, ist tagsüber erschöpfter und wer erschöpft ist, reagiert empfindlicher auf Stress. Diese Beschwerden verstärken sich oft gegenseitig, wie eine große amerikanische Studie zeigt.

    Dazu kommt ein Teufelskreis, den du vielleicht kennst. Am Nachmittag greifst du zu Kaffee und etwas Süßem, um „durchzuhalten“. Der Blutzucker schießt hoch, fällt kurz darauf wieder ab und das nächste Tief kommt. Wieder Kaffee …

    Und dann gibt es noch etwas, worüber wir selten sprechen. In der Lebensmitte fühlt sich für uns Frauen vieles nach Wiederholung an. Die Kinder brauchen dich mal mehr mal weniger, im Job kennst du jeden Handgriff, die Aufgaben motivieren dich kaum noch. Du fühlst dich unterfordert, hast aber auch keine Kraft, etwas zu verändern. „Naja, ist halt so“, denkst du dir und findest dich damit ab. Auch diese Monotonie zehrt an dir, denn Müdigkeit und Resignation füttern sich gegenseitig.

    Gründe für Energiemangel in den Wechseljahren

    Was passiert da eigentlich gerade in deinem Körper? Deine Hormone stellen sich um und das spürst du an vielen Stellen:

    • Progesteron sinkt. Das Hormon wirkt beruhigend und hilft dir beim Einschlafen. Fehlt es, schläfst du unruhiger und fühlst dich „Diven-artig“.
    • Östrogen schwankt und sinkt. Es wirkt auch im Gehirn und beeinflusst Glücks-Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin. Die brauchst du für Motivation, Stimmung und Konzentration.
    • Hitzewallungen in der Nacht reißen dich aus dem Schlaf.
    • Eisenmangel kann durch stärkere oder unregelmäßige Blutungen entstehen. Eisen transportiert Sauerstoff durch deinen Körper, fehlt es, fühlst du dich schlapp.
    • Die Schilddrüse kann in dieser Lebensphase ebenfalls aus dem Takt geraten.

    Ein Hinweis von Frau zu Frau: Wenn deine Müdigkeit über Wochen anhält oder du Schwindel oder Herzklopfen bemerkst, lass das bitte ärztlich abklären. Ein Blutbild zeigt zum Beispiel, wie es um Eisen, Vitamin B12 und deine Schilddrüse steht. Erschöpfung kann auch andere Ursachen haben, etwa eine Depression oder Atemaussetzer im Schlaf.

    Wechseljahre und Darm: Was hat der Darm mit deiner Müdigkeit in den Wechseljahren zu tun?

    Über Hormone wird viel geschrieben. Über den Darm kaum, obwohl er bei deiner Müdigkeit kräftig mitredet.

    In deinem Darm wird dein Essen in Nährstoffe zerlegt und ins Blut aufgenommen. Damit das klappt, braucht es eine vielfältige Darmflora, also die Billionen Bakterien, die dort leben. Stell sie dir vor wie einen Garten: Wachsen dort viele hilfreiche und bunte Pflanzen, gedeiht alles. Hat sich über Jahre eine Monokultur breit gemacht, kommt weniger von dem was du isst, in deinen Zellen an, selbst wenn du dich gut ernährst.

    Genau das passiert bei vielen Frauen. Jahre mit Zucker, Weißmehl, Fertigessen, Limos, Weinschorlen und wenig Gemüse lassen die ungünstigen Bakterien wachsen, während die hilfreichen immer weniger werden.

    Darmflora in den Wechseljahren: Was die Hormone damit zu tun haben

    Darm und Hormone hängen eng zusammen. Bestimmte Darmbakterien sind am Östrogen-Stoffwechsel beteiligt, Forschende nennen diese Gruppe das Estrobolom. Umgekehrt verändert sich mit sinkendem Östrogen auch die Zusammensetzung deiner Darmflora. Die Wissenschaft steht hier noch am Anfang, das Thema bekommt aber gerade viel Aufmerksamkeit.

    Auch deine Leber spielt mit. Sie ist daran beteiligt, ein Hormonungleichgewicht abzubauen und auszuscheiden. Gleichzeitig verarbeitet sie alles, was wir ihr sonst noch zumuten: Zucker, Alkohol und Zusatzstoffe aus Fertigprodukten. Je mehr davon bei ihr ankommt, desto mehr hat sie zu tun. Deshalb lohnt es sich, Darm und Leber gemeinsam im Blick zu behalten.

    Das Bauchhirn: Wie deine Darmflora in den Wechseljahren deine Stimmung beeinflusst

    Dein Darm ist über den Vagusnerv direkt mit deinem Gehirn verbunden. Die beiden tauschen sich ständig aus, Fachleute sprechen von der Darm-Hirn-Achse. Darmbakterien beeinflussen Botenstoffe wie Serotonin, das für gute Laune und innere Ruhe wichtig ist. Geht es deinem Darm nicht gut, kann sich das auf Stimmung, Antrieb und Wachheit auswirken. Der Nebel im Kopf, dieses Gefühl, wie in Watte gepackt zu denken, kann also auch mit deinem Bauch zu tun haben.

    Für mehr Energie braucht dein Körper bestimmte Nährstoffe.

    Für Frauen in den Wechseljahren sind diese Nähstoffe besonders wichtig:

    • B-Vitamine wie B6, B12, Riboflavin und Pantothensäure tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
    • Eisen sorgt für den Sauerstofftransport.
    • Vitamin C hilft deinem Körper, Eisen besser aufzunehmen.
    • Magnesium brauchen deine Zellen, um Energie zu gewinnen.
    • Vitamin D ist wichtig für Muskeln und ein starkes Immunsystem, Selen braucht die Schilddrüse.
    • Eiweiß: Ab 40 baut dein Körper Muskeln weniger effektiv auf, deshalb darf mehr Protein auf den Teller.

    Wie verbreitet die Erschöpfung ist, zeigen auch Studien aus Asien. In einer chinesischen Untersuchung mit mehr als 42.000 Frauen klagte knapp die Hälfte über Müdigkeit, in einer Studie aus Taiwan waren es sogar zwei Drittel.

    Und hier schließt sich der Kreis zum Darm. Die besten Nährstoffe bringen dir wenig, wenn dein Darm sie nicht gut aufnehmen kann. Bevor du zur nächsten Nahrungsergänzung greifst, lohnt deshalb der Blick nach innen. Fermentiertes wie Sauerkraut oder Ballaststoffe wie Inulin, zum Beispiel aus Chicorée, Topinambur oder Zwiebeln, füttern die hilfreichen Bakterien in deinem Darm.

    Müdigkeit in den Wechseljahren: Was hilft dir jetzt auf dem Teller?

    Die gute Nachricht: Mit deinem Essen kannst du sehr viel bewegen. Eine gute Orientierung ist die Mittelmeerküche mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, kaltgepresstem Olivenöl, Vollkorn und frischen Kräutern. Diese Leitplanken helfen dir im Alltag:

    • Pflanzliches Eiweiß statt viel Fleisch: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu, Hüttenkäse, Quark, Skyr und Nüsse machen satt und versorgen dich mit Protein. Fleisch darf seltener auf den Teller.
    • Zucker weglassen: Wenn dich die Lust auf Süßes packt, probier mal Dattelsüße im Gebäck.
    • Selten Alkohol, wenig Kaffee: Alkohol gibt deiner Leber Extraarbeit und Kaffee kann das Stresshormon Cortisol ankurbeln.
    • Schon morgens Eiweiß, gute Fette und Vollkorn: So bleibt dein Blutzucker stabiler und das Tief am Vormittag fällt kürzer aus.
    • Regelmäßige Mahlzeiten statt ständige Mini-Snacks zwischendurch und genug Wasser oder Tee über den Tag verteilt.
    • Fermentiertes wie Sauerkraut, Joghurt oder Kefir freut deine Darmbakterien.

    Viel Bewegung am Tag, Tageslicht und feste Schlafenszeiten unterstützen dich zusätzlich.

    Den Darm gut „in Schuss“ halten: Darmpflege und Darmreinigung als Unterstützung in den Wechseljahren

    Darmpflege passiert im Alltag, bei jeder Mahlzeit, mit jedem Teller voller Gemüse und Ballaststoffe. Manchmal braucht es aber mehr als gute Vorsätze, nämlich einen bewussten Reset.

    Bei mir ist das jedes Jahr im Herbst so. Der Sommer war gesellig: Sommerfeste, hier ein Glas Wein, da eine Schorle, Grillfleisch, Kuchen. Das gehört für mich zur Lebensfreude dazu und ich möchte keinen dieser Abende missen. Mein Bauch merkt es trotzdem. Darum mache ich regelmäßig im Herbst meine Darm- und Leberkur und achte wieder bewusst auf meine Ernährung, gönne beiden Organen eine Reinigung und esse danach wieder bewusst gesünder.

    Zwei Dinge freuen mich daran besonders. Ein großer Teil des Immunsystems sitzt im Darm und ich erlebe, dass ich in der Schmuddelwetterzeit nur selten Schnupfen bekomme. Und ich gehe entspannter in die Adventszeit, weil ich mich bewusst mit Plätzchen & Co. beschäftige: Wie backe und nasche ich so, dass es meinem Darm und meinen Hormonen gerade jetzt in den Wechseljahren guttut?

    Wieder Ich – die begleitete Darm- und Leberkur für Frauen ab 40

    Für diesen Reset gibt es Wieder Ich, meine begleitete Darm- und Leberkur. 16 Tage lang kümmerst du dich gemeinsam mit anderen Frauen um Darm und Leber, live in der Gruppe. Hungern und Kalorienzählen gehören nicht dazu. Du isst drei bis fünf Mahlzeiten am Tag und darfst satt werden, entscheidend ist, was auf deinem Teller landet.

    Du bekommst vier Produkte zur inneren Reinigung und Pflege, ein eBook mit Rezepten, Meal-Prep-Ideen und Ernährungsplan, jeden Morgen einen Impuls per E-Mail, Live-Calls auf Zoom und eine WhatsApp-Gruppe für alle Fragen zwischendurch. Denn bei Wieder Ich gilt: Hier detoxt keine allein.

    Für mich ist Wieder Ich die erste Etappe auf einem längeren Weg. In den 16 Tagen übst du ein tägliches Ritual, das nur dir gehört und erlebst, wie dein Körper positiv reagiert, wenn er bekommt, was er braucht. Und ehrlich gesagt: Die Kur begleitet dich, aber eine ärztliche Behandlung ersetzt sie nicht.

    Das sagen Teilnehmerinnen

    Was Frauen nach ihrer Darmkur regelmäßig berichten, berührt mich jedes Mal:

    • „Ich war überrascht, was Naturprodukte in meinem Körper Positives bewirken.“
    • „Ich hab mich immer satt gegessen und hatte weniger Verlangen auf ungesunde Nahrungsmittel.“
    • „Ich warte immer ganz gespannt, wenn sich der Schleier hebt und die Klarheit kommt.“
    • „Mittagsschlaf ade, mein Energielevel ist extrem gestiegen und ich bin viel leistungsfähiger seit der Darmkur. Meine Verdauung ist jetzt auch wieder super.“
    • „Die Darmkur macht sich auch in der Psyche stark bemerkbar. Sie ist wie eine Befreiung im Kopf, der Brainfog löst sich, die Gedanken werden klarer und die Stimmung besser.“

    Fazit: Deine bleierne Müdigkeit in den Wechseljahren hat verschiedene Gründe – und du kannst etwas tun

    Bleierne Müdigkeit in den Wechseljahren ist kein Zeichen von Schwäche und nichts, womit du dich abfinden musst. Hormone, Schlaf, Nährstoffe, Stress und ein Darm, der Unterstützung braucht, greifen ineinander. An einigen dieser Stellschrauben kannst du selbst drehen und dein Darm ist eine davon.

    Hast du beim Lesen öfter genickt? Dann ist jetzt vielleicht der richtige Moment, deinem Bauch etwas zurückzugeben.

    Wenn du neugierig bist, wie sich 16 Tage mit Fokus auf Darm und Leber anfühlen können, hol dir die kostenlose Infobroschüre zu Wieder Ich. Darin findest du alles über Ablauf, Produkte und Begleitung zum Nachlesen in aller Ruhe.

    Alles Liebe
    deine Andrea

  • Demenz vorbeugen in den Wechseljahren: Warum dein Darm ziemlich laut mitredet.

    Demenz vorbeugen in den Wechseljahren: Warum dein Darm ziemlich laut mitredet.

    „Meine Mutter hat es. Meine Oma hatte es. Bekomme ich es auch?“

    Diese Frage stelle ich mir selbst oft und mein Herz schnürt meinen Hals.

    In Kürze – Das Wichtigste auf einen Blick

    • Demenz beginnt nicht mit 70. Bei Frauen verändert sich schon in der Perimenopause, wie das Gehirn Energie gewinnt: Es verwertet dann rund 10 bis 15 Prozent weniger Zucker, nach der Menopause 20 bis 30 Prozent.
    • Zwei Drittel aller Menschen mit Demenz in Deutschland sind Frauen. Insgesamt (m/w) rund 1,8 Millionen Betroffene, Alzheimer ist die häufigste Form.
    • Brainfog und Vergesslichkeit in den Wechseljahren sind keine beginnende Demenz. Sie sind ein Signal, dass dein Gehirn gerade unter stark herausfordernden Bedingungen arbeitet.
    • Eine Fachkommission im Lancet kam 2024 auf vierzehn beeinflussbare Faktoren. Rechnerisch ließen sich damit rund 45 Prozent aller Demenzfälle vermeiden oder hinauszögern.
    • Dein Darm entscheidet mit, wie viel von dem, was du isst, in deinen Organen und Zellen ankommt. Und dein Gehirn ist das Organ mit dem höchsten Verbrauch im Körper.

    Seit fast zwanzig Jahren spiele ich Tennis in der Hobby-Damen-Gruppe meines Vereins. Wir sind Frauen von Anfang 20 bis über 80 und im Doppel mischen wir uns bunt durch. Manche der älteren Damen sind genauso alt wie meine Mama.

    Jedes Mal, wenn ich mit ihnen auf dem Platz stehe, könnte ich heulen. Denn meine Mama steht nirgendwo mehr. Sie lebt im Pflegeheim und erkennt mich am Telefon immer seltener wieder.

    Gleiche Jahrgänge, aber völlig verschiedene Leben im Alter. Und der Unterschied zwischen ihnen hat nicht mit 70 angefangen.

    Wechseljahre oder Demenz? Was der Nebel in deinem Kopf für dich als Frau in deinen 40ern bedeutet

    Vielleicht geht es dir so: ein Gedächtnis, das Löcher hat. Eine Konzentration, die nach zwanzig Minuten abreißt. Schultern, die schmerzen, ein Darm, der sich unangenehm meldet und eine Energie, die schon am späten Vormittag aufgebraucht ist, bevor die Zeit für dich überhaupt angefangen hat.

    Eine Frau hat es mir mal so beschrieben: „Brainfog, der mich an manchen Tagen so abnervt, weil ich die einfachsten Dinge nicht hinbekomme.“ Eine andere sagte: „Vergesslichkeit auf Premium-Niveau und Gefühle wie eine Achterbahn.“

    Und dann diese Momente, über die du mit niemandem sprichst. Das Wort, das einfach weg ist, obwohl deine Zuhörer gespannt warten. Der Name, der weg ist. Der Termin, den du zweimal verschoben hast und beim dritten Mal vergisst. Immer wieder rutscht dir Dingsda über die Lippen und alle lachen, und du lachst mit. Innerlich denkst du: Fängt das jetzt schon an?

    Nein. Brainfog in der Perimenopause ist keine beginnende Demenz. Er ist ein Signal, dass dein Gehirn gerade unter sehr herausfordernden Bedingungen arbeitet, stärker als noch mit 35. Und Signale sind dazu da, gehört zu werden.

    Aber die Jahre, die du gerade etwas vernebelt erlebst, sind nicht irgendwelche Jahre.

    Demenz beginnt nicht mit 70.

    Die Hirnforscherin Lisa Mosconi hat tausende Hirn-Scans von Frauen im hormonellen Übergang während der Wechseljahre ausgewertet und ihr Befund hat mich nicht mehr losgelassen: Schon in der Perimenopause, Jahre bevor die letzte Regelblutung kommt, verwertet das weibliche Gehirn rund 10 bis 15 Prozent weniger Zucker als vorher. Nach der Menopause sind es bis zu 30 Prozent.

    Dein Gehirn läuft in diesen Jahren also mit spürbar weniger Energie. Das bildest du dir nicht ein, dein Stoffwechsel hat sich verändert.

    Bis dahin hat das Hormon Östrogen jahrzehntelang im Hintergrund gearbeitet, so wie eine Hausmeisterin, von der niemand weiß, dass es sie gibt, bis sie kündigt. Östrogen hält die Gefäße elastisch, bremst Entzündungen, es hilft deinen Nervenzellen dabei, an ihren Brennstoff zu kommen. Wenn es sinkt, verändert sich diese ganze Ausgangslage: Die Gefäße werden steifer, Entzündungsprozesse nehmen zu, in den Fingergelenken, in der Schulter, im Knie, im Darm. Und die Energieversorgung im Kopf wird knapper. Genau das spürst du als Nebel.

    Zwei Drittel aller Menschen mit Demenz in Deutschland sind Frauen, rund 1,2 von insgesamt 1,8 Millionen. Ein Teil davon erklärt sich über die höhere Lebenserwartung, das gehört ehrlich dazu. Forscherinnen sehen daneben aber die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren selbst als eigenen Faktor. Geklärt ist das noch nicht und ich will dir hier nichts weißmachen, was die Wissenschaft selbst noch diskutiert.

    Was sich sagen lässt: Bei Frauen passiert in der Lebensmitte etwas mit dem Gehirn, das vorher nicht passiert ist. Und in dieser Lebensmitte, da bist du gerade.

    Darm und Gehirn in den Wechseljahren: die Verbindung, über die kaum jemand spricht

    Ich lese viel über die Wechseljahre. Über den nächsten Zusammenhang habe ich trotzdem jahrelang nichts gefunden.

    Dein Darm und dein Gehirn reden ständig miteinander, über Nervenbahnen, über Botenstoffe, über Immunzellen. Und das Erstaunliche daran: Rund 90 Prozent dieser Nachrichten gehen von unten nach oben. Dein Bauch redet mit deinem Kopf, viel mehr als andersherum.

    In den Wechseljahren verändern sich die Bewohner in deinem Darm. Die Vielfalt der Bakterien nimmt ab. Ein Teil dieser Bakterien mischt sogar beim Verstoffwechseln von Östrogen mit, Fachleute nennen das Östrobolom. Darm und Hormone sind also keine zwei getrennten Baustellen, auch wenn sie sich so anfühlen.

    Gleichzeitig wird die Darmbarriere durchlässiger und die Entzündungslage im Körper bleibt hoch. Das Ergebnis kennst du vielleicht vom Gefühl her: Du isst gut, du gibst dir Mühe und trotzdem scheinen zu wenig Nährstoffe in deinen Organen anzukommen.

    Und genau da liegt der Satz, der für mich alles verbunden hat: Dein Darm entscheidet mit, wie viel von dem, was du isst, bei dir ankommt. Und dein Gehirn ist das Organ mit dem höchsten Verbrauch im ganzen Körper. Es kann nur mit dem arbeiten, was ankommt. Mit nichts anderem.

    Alzheimer als Stoffwechselthema?

    Vor gut hundert Jahren hatte das, was meine Mama hat, noch keinen Namen. Alois Alzheimer beschrieb das Krankheitsbild 1906, davor hieß es Altersschwachsinn und die meisten Menschen wurden ohnehin nicht so alt, um es zu erleben. Was früher als normales Altern galt, hat heute einen Namen, eine Zahl und rund 1,8 Millionen Betroffene allein in Deutschland.

    Ein Teil der Forschung nennt Alzheimer inzwischen „Typ-3-Diabetes“. Der Begriff klingt erst mal schräg und unumstritten ist er auch nicht. Aber dahinter steckt eine Beobachtung, die mich aufhorchen ließ: Ein Gehirn mit Alzheimer kann Zucker schlechter verwerten. Der Hippocampus, die Stelle, an der deine Erinnerungen gespeichert sind, braucht Insulin, um sich in anstrengenden Phasen genug Glukose zu holen. Klappt das nicht mehr, arbeitet er auf Sparflamme. Und dieses Sparprogramm lässt sich oft schon Jahre vorher messen, bevor jemand die Diagnose „Alzheimer“ bekommt.

    Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein etwa doppelt so hohes Alzheimer-Risiko. Als „Verursacher“ gelten hierbei: viel Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel mit synthetischen Zusätzen, zu wenig Bewegung, stille Entzündungen.

    Und dann ist da noch die eine Sache, die mich richtig wütend gemacht hat, als ich sie verstanden habe. Jahrzehntelang galten Fett und Cholesterin als ungesund, als das, was dick macht, das was man weglässt. Dein Gehirn hat dabei niemand gefragt: Es besteht zum großen Teil selbst aus Fett und Cholesterin und baut daraus Gehirnzellen und Synapsen. Wer seinem Körper das Fett entzieht, entzieht es auch dem Organ, das am meisten davon braucht.

    Bitte nicht missverstehen: Ich meine gute oder kaltgepresste Fette auf deinem Teller, also Olivenöl, Nüsse, Avocado, fetten Fisch und Leinöl. Ich sag nicht, dass hohe Blutfettwerte harmlos wären und was deine Ärztin dir zu deinen Werten sagt, bleibt davon auch unberührt. Mein Punkt ist ein anderer: Die Light-Produkte, in denen statt hochwertigen Fetten viel Zucker steckt, haben deinem Kopf nie einen Gefallen getan.

    Das macht Demenz noch lange nicht zur Ernährungsfrage. Es heißt nur: Ein Teil der Helbel liegen in deiner Hand und zwar schon jetzt.

    Vielleicht nimmst du gerade eine Hormontherapie, oder du denkst darüber nach. Sie kann viel für dein Wohlbefinden tun und ich werde die Letzte sein, die dir da reinredet. Ob sie dein Gehirn schützt, ist unter Fachleuten allerdings umstritten: Die Studien widersprechen sich und viel scheint davon abzuhängen, wann eine Frau anfängt. Diese Entscheidung gehört dir. Worum es mir hier geht, ist das, was nebendran läuft und was dir niemand abnimmt.

    „Meine Mutter hat es. Meine Oma hatte es. Bekomme ich es auch?“

    Diese Frage stelle ich mir selbst oft und mein Herz klopft dabei.

    Der ehrliche Stand: Eine familiäre Häufung erhöht das Risiko. Sie entscheidet aber nichts. Die direkt vererbten Demenz-Formen, bei denen die Erkrankung feststeht, sind selten und treten früh auf. Was in Familien viel häufiger weitergegeben wird als ein Gen, ist ein Alltag – wie gegessen wird, wie viel man sich bewegt, ob man unter Leute geht.

    Ich komme am Ende des Artikels darauf zurück, weil ich dir dazu etwas über mich erzählen möchte.

    Demenz ist kein Schicksal

    Sie ist auch keine Entscheidung, die du an einem Dienstagnachmittag triffst. Sie ist die Summe aus tausend kleinen Puzzlestückchen.

    Bevor du das falsch verstehst: Manche Formen von Demenz kann aktuell niemand beeinflussen. Genetische Veranlagung, frühe Formen, Verläufe ohne erkennbaren Grund. Wenn deine Mutter erkrankt ist, hat sie nichts falsch gemacht und du hast auch nichts falsch gemacht. Ich schreibe das hier auf, weil es viel zu wenig Alltagserfahrungen gibt.

    Und trotzdem: diese vielen tausend kleinen Entscheidungen kenne ich alle von mir selbst, und einige auch von Mama und Oma.

    • Wenn ich heute die KI frage, statt nachzudenken und sie formulieren lasse, statt selbst zu schreiben – weils schneller besser klingt.
    • Wenn der Fernseher den Nachmittag und/oder den ganzen Abend füllt.
    • Wenn ich online bestelle, statt in die Stadt zu fahren, drei Läden abzuklappern und dabei mit der Verkäufer*in reden, ob der Wunschartikel bestellt werden kann.
    • Wenn der Lieferdienst kommt, statt dass ich ein Rezept raussuche, Zutaten einkaufe, schnippele und koche.
    • Wenn Bewegung sich anfühlt wie etwas, das mir Zeit klaut und auch morgen noch geht.
    • Wenn ich von Ärztinnen und Medizin erwarte, dass sie mich gesund machen.

    Der erste Punkt ist der, bei dem ich mich am häufigsten ertappt habe. Ich komme gleich darauf zurück.

    Denn so fängt die Spirale an: Die Wörter fallen einem nicht mehr schnell genug ein, die anderen warten und so wird schnell mal „Naja Dingsda, du weißt schon“ gesagt, die Termine verrutschen im Kalender. Irgendwann sitzt du beim Mädelsabend dabei, alle reden durcheinander, jemand fragt dich etwas und die Wörter sind bei dir gerade „aus“unterwegs“. Aus Angst, dich zu blamieren, gehst du beim nächsten Mal lieber nicht mit. Und je weniger du rausgehst, desto weniger wird von deinem Kopf gefordert.

    Genau da liegt aber auch die gute Nachricht. Was gefordert wird, bleibt. Wer viele Verbindungen im Kopf angelegt hat, zehrt länger davon.

    Eine internationale Fachkommission hat 2024 im Fachblatt The Lancet vierzehn Faktoren zusammengetragen, die sich beeinflussen lassen: Bewegung, Blutdruck, Zucker, Hören, Schlaf, Rauchen, Alkohol, soziale Kontakte und einige mehr. Ihre Prognose: Rund 45 Prozent aller Demenzfälle könnten sich dadurch vermieden oder hinausgezögert werden.

    Das ist fast die Hälfte! Bald jeder zweite Demenzerkrankte. Bei dir persönlich garantiert das niemand, denn dahinter steckt eine Modellrechnung über Millionen Menschen. Aber sie sagt etwas, das ich dir nicht vorenthalten will: Du kannst viel mehr tun, als du denkst.

    Demenz vorbeugen in den Wechseljahren: Schon zu spät mit 48?

    Nein. Und ich sage das nicht, um dich zu trösten.

    Die Forschung schaut ausgerechnet auf die Jahre zwischen 40 und 60 – die Wechseljahre, weil sich in dieser Zeit offenbar viel entscheidet. Du bist also nicht zu spät dran. Du bist genau an dem Punkt, an dem es sich am meisten lohnt.

    Was du heute änderst, wirkt sich auf ein Gehirn aus, das noch zwanzig, dreißig oder vierzig Jahre vor sich hat. Eine lange Zeit, um von deinen heutigen Bemühungen zu zehren.

    Was du selbst tun kannst

    Bewege dich, viel und am liebsten mit anderen. Die soziale Hunderunde, walken, wandern, gemeinsam die Gegend erkunden. Bewegung und Gesellschaft in einem Aufwasch. Dass Gesellschaft hier mit draufsteht, ist kein „Nice-to-Have“: Soziale Isolation ist ein großer Risikofaktor für Demenz, gleich neben Bluthochdruck und Rauchen.

    Was dein Gehirn auf dem Teller braucht. Essen, das dein Körper kennt: naturbelassen, nährstoffreich, möglichst wenig Pestizide, sehr wenig Zucker, selten industriell hergestellte Lebensmittel. Dazu gute Fette, weil dein Gehirn daraus gebaut ist. Am besten untersucht ist in diesem Zusammenhang die mediterrane Küche, also viel Gemüse, Olivenöl, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse. Entscheidend ist dabei die Konstanz über Jahre, nicht die perfekte Woche.

    Mach Pausen, in alle Richtungen. Esspausen, Stress-Pausen, mentale Pausen, Schlaf. Dein Kopf räumt nachts auf, regeneriert und dafür braucht er Zeit.

    Fordere deinen Kopf. Selbst denken, selbst nach Lösungen suchen, die KI zum Gegenlesen verwenden statt zum Vordenken. Mit vielen verschiedenen Menschen reden, auch mit denen, die anderer Meinung sind als du. Vielfalt, Reize, Widerspruch.

    Trink genug. Dein Körper besteht zum großen Teil aus Flüssigkeit und dein vor allem Gehirn auch.

    Kümmere dich gezielt um deine Nährstoffe und um Vitamin-D. Lass deinen Vitamin-D-Wert messen. Östrogen hat die Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form unterstützt und während und nach den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel und bleibt dann dauerhaft niedrig. Vitamin-D-Einnahme und eine geringere Demenzhäufigkeit stehen in Zusammenhang, bei Frauen deutlicher als bei Männern. Ein Beweis ist das nicht, aber eine der ersten Stellschrauben, an denen du drehen kannst. Was du dagegen lassen solltest: einseitige Diäten, bei denen du ganze Nährstoffgruppen weglässt.

    Und dann ist da dein Darm. Du musst das nicht alles ab Montag machen. Such dir eins aus für den Beginn und steigere dich.

    Kann eine Darmkur deinem Kopf helfen?

    Ich könnte dir jetzt erzählen, dass eine Darmkur dein Gedächtnis rettet. Das wäre glatt gelogen und du würdest es merken.

    Was ich dir sagen kann, ist das: Dein Gehirn arbeitet mit dem, was an Nährstoffen bei ihm ankommt. Und was ankommt, entscheidet dein Darm mit. An diesem Punkt habe ich vor Jahren angefangen, weil ich das selbst in der Hand hatte.

    Wieder Ich ist eine begleitete Darm- und Leberkur über 16 Tage, live in der Gruppe. Kein Hungern, kein Kalorienzählen. Es zählt, was gegessen wird und satt werden darfst du. Dabei sind vier natürliche Produkte für dein tägliche Darmreinigung, ein eBook mit Rezepten, Meal-Prep-Ideen, für unseren wöchentlichen Austausch treffen wir uns auf Zoom.

    Der Satz, der für mich den Kern trifft: Hier detoxt keine allein.

    Und weil ich ehrlich bleiben will: 16 Tage sind kein Demenz-Schutz. Sie sind ein Anfang und der erste Beweis, dass du noch Einfluss auf dein Wohlbefinden hast. Wieder Ich ist deine erste Etappe, kein Saison-Detox. Was bleiben darf, sind zwei Dinge: ein tägliches Ritual, das nur dir gehört und die Erfahrung, dass dein Körper positiv reagiert, wenn du ihm gibst, was er braucht.

    Ich habe die Gene meiner Mutter. Was ich nicht habe, ist ihr Alltag.

    Meine Mama hat sich leider Stück für Stück aus ihrem eigenen Leben rausgenommen. Erst war es der Fernseher am Nachmittag, vor dem sie eingeschlafen ist. Dann wollte sie nicht mehr rüber zu den Nachbarn, obwohl sie jahrzehntelang bei jedem Gartenfest die Erste war. Und irgendwann war alles „Dingsda, na, du weißt schon“.

    Ich habe eine Weile gebraucht, um zu merken, dass ich das kenne. Mir fehlen im Moment auch manchmal die richtigen Worte. Der perfekte Satz will nicht kommen und dann sitze ich da und bin drauf und dran, ihn mir von KI schreiben zu lassen. Manchmal mache ich es sogar. Und hinterher fühle ich mich schlechter als vorher, als bin ich nicht mehr gut genug und würde jetzt schon anfangen, das Sprechen zu verlernen.

    Deshalb entscheide ich mich inzwischen immer häufiger für den unperfekten Satz. Für das Wort, das die Sache nur ungefähr trifft. Dafür, dass mein Gegenüber mich erst nicht ganz versteht und ich nachlegen muss, umformulieren, noch mal andersrum erklären, was ich meine. Das ist anstrengender, ja. Aber genau darum geht es.

    Und weil mein Kopf an einem Körper hängt, kümmere ich mich auch um den. Zweimal im Jahr mache ich eine Darmreinigung. Dazwischen esse ich so, dass ganz viele Nährstoffe in meinen Organen ankommen: vitaminreich, nährstoffreich, antientzündlich, mit pflanzenbasierten Rezepten, die mir schmecken, und mit zusätzlichen Vitaminen und Nährstoffen, da ich oft über das Essen allein nicht alle zusammenbekomme. Angst treibt mich dabei nicht. Ich mache es, damit mein Körper mir die beste Leistungsfähigkeit schenkt, die drin ist. Und das es funktioniert, kann ich spüren – jeden Tag.

    Und dann ist da die gelbe Filzball-Leidenschaft. Seit fast zwanzig Jahren stehe ich auf dem Tennisplatz, mit Frauen von Anfang 20 bis über 80. Ich muss mir Namen merken, Spielstände, wer mit wem im Doppel spielt. Ich rede mit einer 24-Jährigen über ihr Studium und eine Viertelstunde später mit einer 81-Jährigen über ihren Garten und die Enkel. Genau das ist der Abend, an dem mein Kopf am meisten arbeitet und es ist kein Zufall.

    Du brauchst dafür keinen Tennisverein. Ein Chor tut es auch, ein Rommeeclub, die Handarbeitsgruppe, die Nachbarschaft, der Buchladen um die Ecke.

    Perfekt ist von alldem nichts. Es gibt Wochen, in denen ich abends auf dem Sofa lande und der Hund mich vorwurfsvoll anguckt, weil es nur eine schnelle Mini-Runde gab. Aber ich komme zurück und das ist der ganze Unterschied.

    Und jetzt du

    Während meine Freundinnen mir mit Anfang 70 im Doppel gegenüberstehen, lebt meine gleichaltrige Mama im Pflegeheim und erkennt mich am Telefon fast nicht wieder. Ich könnte heulen. Und dann ziehe ich die Schuhe an und laufe eine Runde mit dem Hund.

    An deiner Veranlagung kannst du nichts ändern und daran, dass dein Östrogen in den Wechseljahren sinkt, auch nicht. Woran du etwas ändern kannst: was auf deinem Teller liegt, wie viel davon bei deinen Zellen ankommt, wie oft du rausgehst und mit wem du redest.

    Der nächste Durchgang von Wieder Ich, der begleiteten Darm- und Leberkur läuft vom 3. bis 18. Oktober. Vorher gibt es einen Info-Abend, bei dem du alles fragen kannst, was du wissen willst, kostenlos und ohne dass du dich schon festlegen musst. Schreib mir eine Mail an hallo@lilene-40plus.de oder eine Nachricht auf Instagram an @me.and.lilene, dann erzähle ich dir mehr zur Darm- und Leberkur.

    Und wenn du heute nur eine einzige Sache mitnimmst, dann diese: Fang bei dem an, was dein Körper aus deinem Essen macht.


    Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Gedächtnisproblemen führt der Weg als erstes zur Ärztin, nicht zur Darmkur.

  • Short-Storys, die dein Darm in den Wechseljahren lieben wird

    Short-Storys, die dein Darm in den Wechseljahren lieben wird


    Von O bis O – oder mein Auto ist besser auf den Winter vorbereitet, als ich.

    Von O bis O – Für mein Auto hatte ich immer einen Termin. Und für mein Immunsystem?

    Bei mir läuft gerade die ganze Liste: Die Heizungsfirma checkt die Anlage durch, damit wir im Januar nicht bei klirrender Kälte ohne Wärme und ohne heißes Wasser sitzen. Das Auto geht zur Jahresinspektion, Kühlflüssigkeit auffüllen, Winterräder drauf – damit ich bei Schnee und Eis sicher ankomme. Der Rasen kommt noch ein letztes Mal dran, das Laub wird geharkt, ein Teil davon bleibt als Haufen liegen, Winterquartier für den Igel. 🦔

    Alles vorbereitet für die kalte, dunkle Jahreszeit. Und meine Abwehrkräfte?

    Heute ist der Tag des positiven Denkens, und ich finde: Prävention ist das Positivste, was es gibt. Und so bereite ich mich und meinen Körper vor, statt mich von Laufnasen jagen zu lassen.

    Darum kümmere ich mich schon vor der Erkältungszeit um meinen Darm. Dort sitzen etwa 70 % meiner Immunzellen. 70 Prozent!

    👉 den Darm von innen aufräumen, von Stoffwechselrückständen reinigen, damit die Darmschleimhaut wieder besser arbeiten kann
    👉 darmfreundlich essen, damit die nützlichen Bakterienstämme etwas zu futtern bekommen und sie ihren “Dienst” tun können
    👉 Immunabwehr stärken, damit meine Immunzellen mich vor den Viren im Bus, im Büro und den Infekten, die die Kids mitbringen, besser schützen können.

    Was ich mir davon verspreche? Dass ich nicht alle vier Wochen flachliege und dass ich mitgehen kann, wenn Freunde etwas vorhaben – statt abzusagen, weil ich niemanden anstecken will. Spätsommer, goldener Herbst und Adventszeit sollen mir gehören und nicht dem nächsten Infekt.

    Wenn du dein Immunsystem auch für die nass-kalte Jahreszeit vorbereiten willst: schreib mir eine Nachricht oder hinterlass einen Kommentar unter diesem Beitrag, und ich erzähle dir, wie meine begleitete Darm- und Leberkur im Oktober abläuft.

    deine Andrea 🍂


    Ein Ingwershot am Morgen hält keine Erkältung fern.

    Oder ist Ingwershot bei Erkältung doch gut?

    Der Ingwershot und ich, wir hatten mal was miteinander. 🫚

    Jeden Morgen brav runtergekippt, kurz geschüttelt, und dann innerlich: Immunsystem – abgehakt.

    Bis nachts die Hitze kam. Aufgedeckt, gefroren, wieder zugedeckt. Morgens kratzte der Hals. Mit Kopfschmerzen ins Büro, die Nase lief, am Nachmittag dann früher heim, Wärmflasche, Sofa.

    Schon wieder krank! Dabei lag ich doch erst letzten Monat ein paar Tage flach. Und am Wochenende sind wir eingeladen.

    Und dann der Gedanke: Und das soll ein bisserl Ingwer richten?

    Der größte Teil der Immunzellen sitzt in der Darmschleimhaut. Ob meine Abwehr stabil steht, entscheidet mein Mikrobiom. Der Shot aus dem Kühlregal ist leider häufig nur gesüßter Fruchtsaft mit etwas Schärfe – Scharfstoffe ja, Futter für meine Darmbakterien nein.

    Und die Medizin zum Schnupfen? Die wirkt meistens genau dann, wenn der Infekt ohnehin schon geht. 🙈

    Heute fange ich an der Stelle an, an der es wirklich zählt. Bei meinem Darm. Und genau da setzt meine begleitete Darm- und Leberkur Wieder Ich an: 16 Tage, live in der Gruppe, mit echter Unterstützung statt einem Alibi.

    Wenn du auch keine Lust mehr hast, bei Schmuddelwetter ständig flachzuliegen – schreib mir eine Nachricht oder hinterlass einen Kommentar unter diesem Beitrag. Ich erzähl dir gerne, wie das läuft. 💖

    deine Andrea


    Zwei teure Karten, aber dein Körper hat für heute Abend andere Pläne

    Die Karten waren teuer. Und ausgerechnet heute kratzt dein Hals.

    Samstag: Wäsche, Einkauf, Haushalt. Dazwischen fängt der Kopf an zu dröhnen, du niest viermal hintereinander und weißt schon, was da anrollt.

    Dabei freust du dich seit Wochen auf heute Abend!

    Jetzt zerrt es in beide Richtungen. Absagen – und dich hinterher über dich selbst ärgern, das Geld ist auch futsch. Oder mitgehen und den Abend so malat rumbringen, wie du dich gerade fühlst.

    Und warum macht dein Körper da nicht mit?

    Warum übernimmt er immer wieder deine Freizeitplanung?

    Schau mal, was er gerade stemmen soll: Du isst viel Gemüse, Fette und Kohlenhydrate hast du gestrichen, Zucker auch. Abends gibt’s ein Glasl Wein und was zum Knabbern. Klingt vernünftig, oder?

    Deinem Körper fehlen zwei komplette Nährstoff-Gruppen, das saugt deine Akkus leer. Darm und Leber arbeiten gegen Alkohol, Knabbereien und zu wenig Schlaf an. Und sollen obendrauf noch die Hormonschwankungen der Wechseljahre ausgleichen.

    Dein Mikrobiom wird schwächer, dein Immunsystem schwächelt mit. Jeder Erkältungsvirus hat bei dir leichtes Spiel.

    Wenn du willst, dass dein Körper dir nicht mehr die Freizeitplanung vermasselt: schreib mir eine Nachricht oder hinterlass einen Kommentar unter diesem Beitrag.

    Oder schau dir meine begleitete Darm- und Leberkur Wieder Ich an: 16 Tage, live in der Gruppe, mit echter Unterstützung für dich und deinen Darm & Leber.

    deine Andrea


  • Wechseljahre mit L: 12 Gedanken von Leber bis Lust

    Wechseljahre mit L: 12 Gedanken von Leber bis Lust

    Lustlos, launisch, leer? 12 Gedanken zu den Wechseljahren, alle mit L

    li.le.ne.’s 12 von 12 im September 2026

    Manchmal sitze ich vor einem leeren Dokument und denke: Bitte nicht schon wieder eine Liste mit sieben Tipps.

    Also habe ich angefangen zu zählen. Zwölf Monate muss die Blutung ausbleiben, bevor die Menopause überhaupt ihren Namen bekommt. Zwölf Monate hat ein Jahr, in dem sich bei mir gerade ziemlich viel verändert. Und der zwölfte Buchstabe im Alphabet? Das L.

    Ab da war es um mich geschehen. Lachfalten, Golden Latte, Laktoseintoleranz, Launenhaftigkeit, Lustlosigkeit, leichter Schlaf – es sind erstaunlich viele L-Wörter, die uns Frauen in dieser Lebensphase begegnen. Ausgedacht habe ich mir keines davon.

    12 von 12 also: zwölf Gedanken über Frauen ab 40 und die Wechseljahre, alle mit demselben Anfangsbuchstaben. Mal etwas anderes wagen, neue Wege gehen – das passt ganz gut zu einer Zeit, in der sowieso nichts bleibt, wie es war.

    Kommst du mit?

    In Kürze – Das wichtigste auf einen Blick

    • Die Menopause erkennst du erst im Rückblick. Sie ist die letzte Regelblutung und der Tag steht erst fest, wenn zwölf Monate lang keine Blutung mehr kam. In Deutschland ist das im Schnitt mit 51 oder 52 Jahren so weit. Perimenopause und Postmenopause zusammen sind die Wechseljahre, und die dauern ein gutes Lebensjahrzehnt.
    • 8 von 10 Frauen haben Beschwerden, auch im Job. Bei etwa einem Drittel leiden Lebensqualität und Arbeit. 30 % der berufstätigen Frauen sehen ihre Leistung beeinträchtigt und 88 % sprechen bei der Arbeit nie oder selten darüber. Blähbauch, Verstopfung und Durchfall kommen häufiger vor, weil Östrogen und Progesteron die Verdauung mitsteuern.
    • Darm und Leber gehören zusammen. Ballaststoffe stärken die Darmbarriere. Ohne den Schutz des Östrogens steigt das Risiko für eine Fettleber. Im frühen Stadium kann sich eine verfettete Leber wieder erholen.
    • Essen und Bewegung helfen spürbar. Mediterrane Kost fördert ein vielfältiges Mikrobiom. Dazu zwei bis drei Einheiten Krafttraining pro Woche. Hungern und Kalorienzählen gehören nicht dazu. Beim Alkohol gelten für Frauen schon mehr als 10 g am Tag als erhöhter Konsum (das Viertele wäre schon zuviel)
    • Müde, launisch, vergesslich? Die Hormone sind nur ein Teil davon. Die Stimmung belastet vor allem das ständige Auf und Ab der Hormone. Etwa jede zweite Frau schläft schlecht in den Wechseljahren, und schlechter Schlaf macht das Denken langsamer. Hinter der Erschöpfung können auch Eisenmangel, Hashimoto oder ein B12-Mangel stecken.

    Haltung und Lebensphase

    1. Die Wechseljahre als Lebensphase in der Lebensmitte

    Meine letzte Regel werde ich erst ein Jahr später erkennen. Klingt absurd, ist aber so: Menopause heißt die allerletzte Blutung – und sicher weiß ich das erst, wenn zwölf Monate lang nichts mehr gekommen ist. Rückwärts gezählt, sozusagen. In Deutschland passiert das im Schnitt mit 51 oder 52.

    Die Jahre davor und die Zeit kurz danach, das ist die Perimenopause. Was danach kommt, heißt Postmenopause. Und alles zusammen sind die Wechseljahre – ein Wort, das klingt wie ein Wartezimmer und in Wahrheit ein ganzes Lebensjahrzehnt meint.

    Was mich daran am meisten überrascht hat: Mein Darm redet mit. Studien zeigen, dass das Mikrobiom nach der Menopause weniger vielfältig ist und eher dem von Männern ähnelt als dem von Frauen vor der Menopause. Ausgerechnet! Auch die Bakterien, die Östrogen wieder verfügbar machen, waren seltener zu finden.

    Für mich heißt das: Genau hier setze ich an. Mikrobiom füttern, aufbauen, stärken – und zwar in dieser Phase, nicht erst irgendwann, wenn sowieso alles anders ist.

    Und dann ist da noch das Glück. Lange galt die berühmte Glückskurve: Zufriedenheit sackt bis Mitte/Ende 40 ab und steigt danach wieder. Neuere Daten sehen das anders – die größte Last tragen heute die jungen Erwachsenen und sie nimmt mit den Jahren wieder ab.

    Die Lebensmitte ist also besser als ihr Ruf. Passt zu meiner Erfahrung: Ich kenne kaum eine Frau um die 50, die nicht genau wüsste, was sie will. Und vor allem, was sie nicht mehr will. Kennst du das auch?

    2. Lebensqualität

    Acht von zehn Frauen haben in den Wechseljahren Beschwerden, bei etwa einem Drittel sind sie so stark, dass ihre Lebensqualität und Arbeit darunter leiden. Am häufigsten sind: 62 % Hitzewallungen und Schwitzen, 58 % Schlafstörungen, 48 % Reizbarkeit. Schlaf und Stimmung liegen also fast gleichauf mit dem, woran alle zuerst denken.

    Und der Job? Der leidet leise mit. Circa jede 4. Frau reduziert ihre Arbeitszeit, 18 % wechseln den Job, 10 % gehen früher in Rente. Jede Dritte sieht ihre Leistung beeinträchtigt – und 88 % sprechen bei der Arbeit nie oder selten darüber. Der Elefant sitzt mit am Schreibtisch und bekommt trotzdem keinen Namen.

    Was in dieser Betrachtung fast immer fehlt: die Verdauung. Blähbauch, Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen – all das kommt in den Wechseljahren häufiger vor, weil Östrogen und Progesteron mitbestimmen, wie schnell und gut der Darm arbeitet. Ein Reizdarm, der vorher schon da war, wird nach der Menopause oft stärker. Verbindet nur kaum jemand mit den Hormonen.

    Dazu die Wissenslücke: 91 % der Frauen erwarten Informationen zu den Wechseljahren von ihrer Frauenärztin, aber nur jede Fünfte bekommt sie. Kein Wunder, dass sich so viele die Antworten nachts selbst zusammensuchen.

    Und noch etwas zeigt sich immer wieder: Wie gut es mir geht, hängt an mehr als an meinen Hormonwerten. Belastende Ereignisse, schlechter Schlaf und Hitzewallungen wirken auf die Stimmung oft stärker als der Hormonspiegel selbst.

    3. Lebensstiländerung

    Mediterran essen klingt nach Urlaub und ist in dieser Phase ein Geschenk an den Hormonhaushalt. Viel Gemüse, Olivenöl, Hülsenfrüchte – wer so isst, hat ein vielfältiges Darmmikrobiom und erhält eine bessere Östrogenregulation. Was auf dem Teller liegt, zählt also mit.

    Wie stark, hat mich bei der WAVS-Studie umgehauen (erschienen 2021 in „Menopause“). Frauen nach der Menopause haben zwölf Wochen lang fettarm-vegan gegessen, dazu täglich eine halbe Tasse gekochte Sojabohnen. Die Hitzewallungen gingen um 79 % zurück, die mittelschweren bis schweren sogar um 84 %. Zwölf Wochen!

    Gleichzeitig verschiebt sich etwas in der Mitte. Sinkt das Östrogen, legt das Bauchfett zu und die Insulinempfindlichkeit lässt nach. Frauen mit früher Menopause, also vor 45, haben ein rund 30 % höheres Risiko für Typ-2-Diabetes. Was hilft: viel Gemüse, Ballaststoffe, pflanzliche Fette, weniger Zucker und weniger Fertiges, dazu zwei bis drei Einheiten Krafttraining pro Woche und etwas Ausdauer.

    Hungern gehört ausdrücklich nicht dazu, Kalorienzählen auch nicht. Drei bis fünf Mahlzeiten am Tag – das bringt’s.

    Und dann ist da noch die Leber, die stillste Mitarbeiterin in unserem Körper. Sie baut den Hormonüberschuss ab, und genau jetzt bekommt sie häufig noch zusätzlich Alkohol auf den Tisch. Bei Frauen gelten schon mehr als 10 g am Tag als erhöhter Konsum – ein 0,2-Liter-Glas Wein hat rund 16 bis 19 g. Abgebaut wird etwa 1 g pro Stunde je 10 Kilo Körpergewicht. Rechne das mal mit deinem Freitagabend durch.

    „Müdigkeit ist der Schmerz der Leber“, heißt es. Deshalb schaue ich in dieser Lebensphase zuerst dorthin.

    4. Leichtigkeit, Loslassen und wieder Lust aufs Leben spüren

    Über die Wechseljahre wird geschwiegen, vor allem da, wo wir die meiste Zeit verbringen. Jede zweite Frau erlebt das Thema im Job als Tabu und fühlt sich unwohl dabei, es beim Arbeitgeber anzusprechen. Und dann sitzen wir alle nebeneinander im Büro, schwitzen, schlafen schlecht und sagen: alles gut.

    Dabei hilft schon das Gegenteil davon. Eine kleine indonesische Studie hat gezeigt, dass Unterstützung in einer Gruppe von Gleichgesinnten depressive Symptome bei Frauen in den Wechseljahren senken kann. Reden entlastet, zuhören auch.

    Und das Bauchgefühl? Das ist Biologie. Rund 90 % des Serotonins im Körper entstehen im Darm. Es wandert zwar nicht direkt ins Gehirn, aber Darmbakterien, der Vagusnerv, kurzkettige Fettsäuren und Entzündungsbotenstoffe reden mit, wenn es darum geht, wie ich mich fühle. Leichtigkeit ist eben auch ein Körpergefühl.

    Was mir dabei hilft, sind kleine selbst gewählte Rituale. Gewohnheiten, die ich mir selbst aussuche und Routinen zu festen Tageszeiten – festigen sich leichter. Und ein einzelner ausgelassener Tag? Hat keinen spürbaren Einfluss darauf, ob die Gewohnheit bleibt. Am nächsten Tag weitermachen, fertig. Perfektionismus darf an dieser Stelle gehen.

    Und dann das Thema, über das noch weniger gesprochen wird: die Lust. Weniger davon gehört zu den häufigen Veränderungen in der Perimenopause und daran hängt einiges gleichzeitig – sinkende Östrogen- und Testosteronspiegel, Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Sex, zu wenig Schlaf, Erschöpfung, Probleme in der Partnerschaft.

    Meine Erfahrung: Viel geht über Energie und Körpergefühl. Der Körper reagiert, wenn er bekommt, was er braucht. Und fühlt Frau sich erst mal wieder wohl in ihrer Haut, fängt sie ganz von allein wieder an zu flirten.

    Ernährung & Wohlbefinden

    5. Lignane, Linsen, Löwenzahn, Leinsamen & Leinöl

    Leinsamen sind die reichste Lignanquelle, die es gibt – nur kommt ihr Hauptlignan SDG bei mir so gar nicht an. Erst meine Darmbakterien machen daraus Enterolacton und Enterodiol, und erst die wirken schwach östrogenähnlich. Fehlen die passenden Bakterien, bleibt wenig übrig. Pflanzenstoffe für die Hormone brauchen also einen gut versorgten Darm. Leinöl liefert übrigens die Omega-3-Fettsäure ALA, aber kaum Lignane, denn die sitzen in der Schale. Und Leinöl bitte nicht erhitzen!

    Linsen füttern genau diese Bakterien. Sie bringen Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiß, B1, B6 und Folat, Eisen, Magnesium und Zink mit, lassen den Blutzucker langsam steigen und machen lange satt. Aus den Ballaststoffen bauen die Darmbakterien kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, die die Darmbarriere stützen. Für empfindliche Bäuche: Linsen sind oft verträglicher wenn sie mindestens sechs Stunden vorquellen und keimen können.

    Und dann der Löwenzahn, den die meisten für Unkraut halten – ich ess‘ ihn voll gern. Seine Bitterstoffe bringen den Gallefluss in Schwung und machen Appetit, in der Wurzel steckt Inulin als Futter für die Darmbakterien. Bei Völlegefühl, Blähungen und träger Verdauung wird er seit jeher genutzt.

    6. Lebensmittelunverträglichkeit

    Die Laktase, das Enzym für den Milchzucker, macht mit den Jahren leiser weiter: Bei den meisten Menschen sinkt ihre Aktivität nach dem Stillalter auf 5 bis 10 %. Rund 15 % der Menschen in Deutschland sind laktoseintolerant – und die Beschwerden können sich auch erst im Erwachsenenalter melden. Ausgerechnet jetzt, wo ohnehin gerade alles in Bewegung ist.

    Histamin spielt ebenfalls mit. Zu viel davon kann Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Herzklopfen, gerötete Haut verstärken.

    Dazu kommt der Darm, der langsamer und empfindlicher wird, weil Östrogen und Progesteron sein Tempo mitbestimmen. Blähungen und Verstopfung treten häufiger auf, ein Reizdarm verschlechtert sich häufig nach der Menopause. Und manches, was sich anfühlt wie eine nagelneue Unverträglichkeit, ist schlicht ein veränderter Darm.

    Genau hier setzt die Darm- und Leberkur „Wieder Ich“ an. 16 Tage lang beobachten, wie der eigene Körper auf das reagiert, was auf dem Teller liegt. Mehr braucht es zum Anfangen nicht.

    7. Leaky Gut (durchlässiger Darm)

    „Leaky Gut“ steht in keinem Diagnosebuch, und die Zonulin-Tests, die im Netz herumgereicht werden, sind umstritten. Das Phänomen dahinter gibt es trotzdem: eine gestörte Darmbarriere, ein durchlässiger Darm. Bakterienbestandteile gelangen dann aus dem Darm ins Blut und der Körper antwortet mit „stillen“ Entzündungen. Keine Krankheit mit Namen also, aber etwas, das du spürst und das sich messen lässt.

    Die gute Nachricht: Die Barriere lässt sich aufbauen. Ballaststoffe stärken sie, allen voran resistente Stärke aus abgekühlten Kartoffeln, Reis oder Nudeln, dazu Inulin und Hülsenfrüchte. Davon leben Bakterien wie Faecalibacterium prausnitzii, die daraus Butyrat bilden – das Futter für die Darmschleimhaut. Omega-3-Fettsäuren helfen ebenfalls mit.

    Was ihr schadet, steht ganz klein und kryptisch auf der Packung: Emulgatoren in Fertigprodukten, die E-Nummern 430 bis 499, können die Darmschleimhaut angreifen. Mein Lieblingstrick dagegen ist ohnehin bequemer – Kartoffeln oder Reis vorkochen, abkühlen lassen, am nächsten Tag verwenden. Meal-Prep als Geschenk an meinen Darm!

    Und dann ist da noch eine Verbindung. Das Blut aus dem Darm fließt über die Pfortader direkt zur Leber, sie ist die erste Station. Kommt mehr Ungünstiges durch die Darmwand, muss sie mehr abfangen. Deshalb denke ich Darm und Leber immer zusammen, nie getrennt.

    8. Leber (baut Hormone ab)

    Meine Leber arbeitet, während ich schlafe. Etwa einen Liter Galle bildet sie am Tag, damit ich Fett verdauen kann. Sie legt Zucker als Glykogen beiseite, lagert Fette und Vitamine ein, baut Eiweiße wie die Gerinnungsfaktoren und filtert nebenbei Hormone, Bakterien und Medikamente aus dem Blut. Stoffwechselzentrale trifft es ganz gut.

    Und dann die Sache mit der Fettleber. Östrogen kann die Fetteinlagerung in Leberzellen bremsen, über ein Protein namens TEAD1 – gezeigt an Mäusen und auch an menschlichen Zellen. Fällt das Östrogen weg, gleicht sich das Risiko an Fettleber zu erkranken nach der Menopause dem von Männern an. In Deutschland hat etwa jeder dritte Erwachsene eine Fettleber, bei Übergewicht sind es schon 3 von 4, sagt die Deutsche Leberstiftung.

    Das Beste daran: Eine verfettete Leber kann sich im frühen Stadium wieder normalisieren – mit Gewichtsreduktion, besserem Essen, Verzicht auf Alkohol und viel Bewegung. Die Leber meldet sich nur lange nicht. Warum also warten, bis es soweit ist?

    Beschwerden, Gefühle & Psyche

    9. Launenhaftigkeit & Labilität

    Was in der Perimenopause an die Substanz geht, ist weniger der niedrige Östradiolspiegel als das ständige Auf und Ab. Forschende sehen genau diese Schwankungen als wichtigen Risikofaktor für depressive Verstimmungen. Östrogen redet bei Botenstoffen wie Serotonin mit, und Progesteron wirkt beruhigend. Sinkt das Progesteron, fehlt diese Bremse. Kein Wunder, dass sich manche Woche anfühlt wie eine Fahrt im Dunkeln.

    Dazu kommt alles andere. Belastende Lebensereignisse, schlechter Schlaf, Hitzewallungen und frühere Erfahrungen wirken auf depressive Symptome oft stärker als die Hormonwerte selbst. Und wer schon einmal eine Depression hatte, ist in dieser Phase besonders anfällig. Ehrlich gesagt wundert mich das wenig: Viele von uns sind in der Lebensmitte gleichzeitig für Kinder, Eltern, Partner und Job da.

    Fast jede zweite Frau kennt laut DAK-Umfrage erhöhte Reizbarkeit. Sie gehört dazu und ist noch lange kein Drama. Wenn du dich allerdings länger als zwei Wochen fast täglich niedergeschlagen, antriebslos oder freudlos fühlst, lass das bitte ärztlich abklären. In dieser Phase steigt das Risiko für eine Depression und du musst da nicht allein durch.

    10. Lustlosigkeit & Lethargie

    Etwa jede zweite Frau schläft in der Peri- und Postmenopause schlecht, vor der Menopause war es nur jede dritte. Wer nachts mehrmals wach liegt, startet mit leerem Tank in den Tag – und wundert sich dann, warum die Lust auf alles fehlt.

    Dazu kommt etwas, das kaum jemand auf dem Schirm hat: Etwa jede vierte Frau über 41 hat starke Regelblutungen, und gleichzeitig nimmt der Darm Eisen schlechter auf, wenn das Östrogen sinkt. Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Haarausfall – klingt nach Wechseljahren, kann aber auch der leere Eisenspeicher sein. Brennnesselsamen, Linsen und Hülsenfrüchte liefern Eisen. Den Ferritinwert lass trotzdem ärztlich prüfen.

    Die Schilddrüse, die gern übersehen wird. Hashimoto zeigt sich häufig im Alter zwischen 30 und 50, Frauen trifft es etwa zehnmal öfter als Männer. Dauermüdigkeit, Gewichtszunahme, Frieren, Haarausfall, gedrückte Stimmung: Die Liste überschneidet sich fast komplett mit den Symptomen der Wechseljahre. Ein TSH-Wert im Blut schafft Gewissheit – und ist schnell gemacht!

    Nährstoffe müssen außerdem erst mal in den Organen ankommen und darüber entscheidet der Darm mit. Vitamin B12 ist so ein Fall. Ein Mangel wird wahrscheinlicher, wenn die Magensäure mit den Jahren weniger wird, bei Säureblockern, bei Metformin, bei Darmerkrankungen und bei Hashimoto.

    11. Leistungsknick & Leistungsabfall

    Rund zwei Drittel der Frauen berichten in den Wechseljahren von Gedächtnisproblemen. Wie so ein Nebel, der sich da über die Gedanken legt – und die schönste Nachricht gleich hinterher: Er lichtet sich wieder.

    Was ihn dichter macht, ist selten nur das Hormonungleichgewicht. Studien zeigen, dass Schlafprobleme in der frühen Postmenopause mit langsamerem Denken zusammenhängen und Depression und Angst können die Denkleistung zusätzlich verschlechtern. Der Kopf arbeitet eben nur so gut, wie die Nacht davor war.

    Langfristig zählt außerdem: Blutdruck, Blutzucker und Gewicht. Frauen mit hohem Blutdruck, erhöhtem Blutzucker oder starkem Übergewicht können nach der Menopause schneller an Denkleistung verlieren. Klingt unspektakulär, ist aber eine der wenigen Stellschrauben, die tatsächlich in meiner Hand liegen.

    Und im Job? 30 % der berufstätigen Frauen sehen ihre Leistung durch die Wechseljahre beeinträchtigt. Die DAK rechnet das hoch auf fast 40 Millionen (Fehl-)Arbeitstage und 9,4 Milliarden Euro pro Jahr. Wer sich also fragt, ob sie sich das alles nur einbildet: Nein, tut sie nicht.

    Für mich hängt daran noch ein zweiter Gedanke. Wenn die Kraft in dieser Lebensphase ohnehin neu verteilt wird, will ich selbst bestimmen, wohin sie fließt. Genau deshalb habe ich mir ein zweites Standbein aufgebaut – in meinem Tempo, neben dem, was sowieso zu tun ist. TEAM li.le.ne. ist der Ort, an dem ich Frauen dabei begleite.

    12. Leichter Schlaf, Ein- und Durchschlafprobleme

    Vor der Menopause schläft etwa jede dritte Frau schlecht, in der Peri- und Postmenopause sind es 40 bis 56 %. Bei jeder vierten reicht es für die Diagnose Insomnie. Wer mittlere bis starke Hitzewallungen hat, wacht nachts fast dreimal so oft auf – und auch Schlafapnoe wird häufiger: 20 % in der Lebensmitte gegenüber 4 % bei jüngeren Frauen. Wir liegen also mit ziemlich vielen gleichzeitig nachts wach, jede in ihrem eigenen dunklen Zimmer.

    Die Hormone reden dabei kräftig mit und der Schlaf-Wach-Rhythmus gerät durcheinander. Die Tiefschlafphasen werden kürzer – genau die, aus denen ich morgens die Energie ziehe, die ich für mein Tagespensum brauche.

    Was mir dabei hilft, ist ein Abend, der wie ein Abend aussieht. Bei mir gehört meine Golden Milk dazu, warm, würzig, immer zur gleichen Zeit. Der Körper liebt Wiederholung und findet entspannt in den Schlaf.

    Und dann ist da noch der Darm, der auch nachts nicht schweigt. Bei Schlafrhythmusstörungen finden sich häufig veränderte Darmbakterien. Ob der Darm den Schlaf beeinflusst oder schlechter Schlaf den Darm verändert, ist noch nicht ganz geklärt – vermutlich beides. Wer aber seinen Darm unterstützt, tut also womöglich auch für seine Nächte etwas Gutes.

    Zwei Klassiker stören meinen Schlaf zuverlässig: spätes, schweres Essen und Alkohol. Beide gehören zu den bekannten Auslösern von Schlafstörungen in den Wechseljahren. Statt zu ruhen, arbeitet die Leber dann am Alkoholabbau. Das Glas Wein zum Runterkommen kostet mich also genau die Erholung, für die ich es getrunken habe.

  • Blähbauch nach dem Essen: Was hilft, wenn der Hosenknopf nicht mehr zugeht

    Blähbauch nach dem Essen: Was hilft, wenn der Hosenknopf nicht mehr zugeht

    In Kürze – Das wichtigste auf einen Blick

    • Ein Blähbauch nach dem Essen entsteht, wenn im Dickdarm mehr Gas anfällt, als der Körper nebenbei abtransportiert. Das ist ein normaler Vorgang, der bei manchen Frauen deutlich stärker ausfällt als bei anderen.
    • Wie stark er ausfällt, hängt unter anderem davon ab, was auf deinem Teller liegt, wie schnell du isst, wie spät die letzte Mahlzeit kommt und wie es um die Bakterien in deinem Darm steht.
    • Viele Frauen berichten, dass sich ihre Verdauung ab Mitte 40 verändert, ohne dass sie ihre Ernährung umgestellt hätten.
    • Ein Bauch, der dauerhaft drückt, schmerzt oder sich verändert, gehört einmal ärztlich angeschaut. Das steht vor jedem Hausmittel.
    • Was bei den meisten Frauen nicht am Wissen scheitert, sondern am Alltag: Sie wissen längst, was gut für sie wäre. Sie kommen nur allein nicht dazu.

    Es gibt diesen Moment nach dem Essen, den ich jahrelang nicht benannt habe. Ich habe den Hosenknopf aufgemacht. Nicht demonstrativ, eher heimlich, unter dem Tisch, unter dem Shirt. Und dann bin ich aufgestanden und habe die Wärmflasche geholt.

    Wenn du jetzt nickst, dann brauchst du den Rest dieses Absatzes nicht. Du kennst den Druck oberhalb des Bauchnabels, das Ziehen, den Bauch, der nach dem Essen aussieht wie im fünften Monat und morgens früh wieder flach ist. Du kennst die Hose, die nach dem Essen nicht mehr passt, obwohl sie morgens noch gepasst hat.

    Und du kennst wahrscheinlich auch den Satz, den du dir dazu selbst sagst: Ich muss mich halt besser zusammenreißen und weniger essen.

    Was nach dem Essen in deinem Bauch passiert

    Im Dickdarm sitzen Bakterien, die verwerten (vergären), was oben im Dünndarm nicht aufgenommen wurde. Dabei entsteht Gas. Das ist keine Störung, sondern der Normalfall und jeder Mensch produziert am Tag ein paar Liter davon, ohne es zu merken.

    Spürbar wird es dann, wenn mehr entsteht, als wieder abtransportiert wird. Das passiert zum Beispiel, wenn viel Luft mitgeschluckt wird, weil du z.B. im Stehen isst oder schnell zwischen zwei Terminen. Wenn du noch mal eine große Portion spät am Abend isst, wo der Körper eh schon langsamer und im „Feierabend-Modus“ arbeitet. Wenn du Ballaststoffe nach Jahren mit wenig davon plötzlich in großer Menge isst. Oder wenn sich die Zusammensetzung der Darmbakterien verschoben hat, weil über längere Zeit wenig von dem auf dem Teller lag, wovon sie leben.

    Denn Ballaststoffe sind genau das: das Futter für die „guten“ Bakterien, die deine Darmschleimhaut mitversorgen. Kommt wenig davon an, verändert sich, wer da unten wohnt.

    Warum es ab Mitte 40 oft anders wird als vorher

    Das ist der Teil, über den mir Frauen am häufigsten schreiben. Sie haben nichts umgestellt, sie essen wie immer und ihr Bauch reagiert plötzlich anders. Manche vertragen Zwiebeln oder Pilze nicht mehr, andere kein Vollkornbrot am Abend, wieder andere gar nichts Bestimmtes, sondern alles ein bisschen.

    In der Perimenopause verändert sich das Zusammenspiel der Hormone und die Forschung der letzten Jahre beschäftigt sich damit, wie sich in dieser Zeit auch die Bakterienvielfalt im Darm verändert. Sicher weiß man dazu längst nicht alles. Was man aber sagen kann: Du bildest dir das nicht ein und du bist mit deinen Empfindungen auch nicht allein.

    Trotzdem gehört an diese Stelle ein Satz, den ich nicht weglassen möchte. Wenn dein Bauch dauerhaft drückt, wenn Schmerzen dazukommen, wenn sich dein Stuhlgang verändert oder du ohne Grund abnimmst: Geh damit zur Ärztin. Nicht, weil ich dir Angst machen will, sondern weil ein Blogartikel keine Untersuchung ersetzt und weil du wissen solltest, woran du bist, bevor du deine Ernährung umstellst.

    Was du wahrscheinlich auch schon probiert hast

    Und jetzt kommt der Teil, bei dem ich selbst auch schon durch bin:

    Du hast einen festen Essensrhythmus versucht. Ordentlich frühstücken, mittags eine echte Mahlzeit, abends etwas Kleines vor sechs. Nach vier Tagen kamen wieder Tage, in der nichts mehr nach Plan lief.

    Du hast auf Bio umgestellt, viel Gemüse, gute Sachen. Dann war die Zeit zum Schnibbeln knapp und das Geld auch, und irgendwann lag wieder das Günstige im Wagen.

    Du hast Zucker und Weißmehl weggelassen. Bis das Teilchen vom Bäcker kam als „schnelles Frühstück“ und weil du dein vesper morgens in der Eile zuhause liegen gelassen hattest, das Glas Wein in geselliger Runde, das Honigbrot spät am Abend.

    Ich habe genau diese Dinge probiert. Alle drei sind an meinem Alltag zerbrochen, und lange dachte ich, das läge an mir.

    Heute sehe ich vier Gründe, und Disziplin ist keiner davon. Ich war allein damit. Ich hatte keinen Plan, musste also jeden Tag neu entscheiden, was ich koche. Ich hatte kein Ende in Sicht und ohne Ziellinie bleibt jede Umstellung ein Vorsatz statt ein Vorhaben. Und der Aufwand war jeden einzelnen Tag derselbe, weil mir das Vorbereiten und Vorkochen fehlte, das meine Woche trägt.

    Vier Dinge, die du diese Woche ausprobieren kannst

    Nichts davon kostet Geld und nichts davon ist neu. Es sind die Stellschrauben, an denen sich am schnellsten etwas bewegt.

    Iss langsamer, im Sitzen. Das klingt nach dem billigsten Tipp der Welt und es ist trotzdem der effektivste, wenn du bisher häufig zwischen Tür und Angel gegessen hast. Wer hastig isst, schluckt Luft mit und die muss wieder raus.

    Zieh die letzte Mahlzeit vor. Nicht auf sechs Uhr, wenn das für deinen Tag unmöglich ist. Eine Stunde früher als bisher reicht als Versuch.

    Erhöh Ballaststoffe in kleinen Schritten. Wenn du von wenig Gemüse auf viel Gemüse springst, wird dein Bauch das erst mal kommentieren. Das ist kein Zeichen, dass du es nicht verträgst, sondern eine Umstellungsphase. Gib deinem Bauch zwei bis drei Wochen und erhöhe die Ballaststoffmenge in Etappen.

    Geh nach dem Essen zehn Minuten. Bewegung bringt den Darm in Schwung, Sitzen bewirkt das Gegenteil. Zehn Minuten um den Block sind kein Sportprogramm, sie sind Verdauungshilfe.

    Und jetzt die ehrliche Fußnote: Bei mir hat keins dieser vier Dinge allein gereicht. Sie haben etwas verändert, aber sie haben es nicht verstetigt, weil ich sie nach zwei Wochen wieder schleifen ließ.

    Was ich dann gemacht habe

    Irgendwann habe ich aufgehört, es allein zu versuchen.

    Ich habe bei einer begleiteten Darm- und Leberkur mitgemacht, 16 Tage, mit einem Plan, den ich nicht selbst schreiben musste und mit einer Gruppe Frauen, die sich abends über dieselben Dinge unterhalten haben wie ich. Was sich bei mir verändert hat, erzähle ich als das, was es ist: meine Erfahrung. Ich bin innerlich ruhiger und fokussierter geworden und packe meine Baustellen eher an, statt sie wegzuschieben. Mein Bauch ist heute nach dem Essen entspannter als vorher.

    Das ist kein Versprechen an dich, weil ich dir keins geben kann. Jeder Körper antwortet anders und 16 Tage sind ein Anfang, kein Ergebnis.

    Was ich dir sagen kann: Der Unterschied lag für mich nicht im Wissen. Ich wusste vorher schon alles, was in diesem Artikel steht. Der Unterschied lag darin, dass ich es zum ersten Mal nicht allein durchgezogen habe.

    (Falls du wissen willst, wie diese 16 Tage ablaufen: Sie heißen Wieder Ich, der nächste Durchgang startet am 3. Oktober. Mehr dazu findest du auf meiner Seite.)

    Und wie ist das bei dir?

    Ich sammle gerade die Momente, in denen es bei Frauen am schlimmsten ist, weil ich merke, dass sie sich stark unterscheiden. Bei der einen ist es nach dem Mittagessen im Büro, bei der nächsten abends auf der Couch, bei der dritten nachts.

    Also: Wann fühlt sich dein Bauch am schlimmsten an und was hast du an dem Tag gegessen?

    Schreib es mir in die Kommentare oder per Mail. Ich lese jede Zuschrift, und ich antworte auf jede.

    Alles Liebe, deine Andrea

  • Was hilft gegen Blähbauch in den Wechseljahren? Mach bitte nicht den falschen ersten Schritt. Für dich: die Reihenfolge, die kaum jemand kennt

    Was hilft gegen Blähbauch in den Wechseljahren? Mach bitte nicht den falschen ersten Schritt. Für dich: die Reihenfolge, die kaum jemand kennt

    Dich plagen üble Blähungen in den Wechseljahren? Und was der Geruch dir über deine Verdauung verrät. Warum viele den falschen ersten Schritt wählen, was wirklich hilft und die Reihenfolge, die kaum jemand kennt – all das liest du in diesem Artikel.

    Das wichtigste auf einen Blick

    Blähbauch ab 40 hat selten eine einzelne Ursache. Meist arbeitet die Verdauung langsamer und schwächer als mit 30.

    Was tun, wenn der Pups stinkt? Der Geruch verrät, woran es liegt: faulig-schwefelig heißt unverdautes Eiweiß, süßlich-gärig heißt unverdaute Kohlenhydrate.

    Schon in der Perimenopause sinken Östrogen und Progesteron. Sie verlangsamen den Darm und machen die Schleimhaut empfindlicher. Deshalb kommen neue Nahrungsmittelunverträglichkeiten dazu.

    Der häufigste Fehler, den viele machen: sofort mehr Ballaststoffe essen. Bei einem gärenden Bauch wird es davon erst schlimmer.

    Was hilft gegen Blähbauch in den Wechseljahren: Erst ärztlich abklären lassen, dann den Essrhythmus ändern, die Verdauungskraft stärken, den Darm entlasten und erst danach die Ballaststoffe aufbauen.

    Es gibt einen Satz, den ich in Mails von Leserinnen häufiger lese als jeden anderen: „Ich esse doch gesund. Warum passiert mir das?“

    Geschrieben hat ihn mir kürzlich eine Frau Mitte 40, zwei fast erwachsene Kinder, berufstätig. Ihr Bauch sieht schon mittags aus wie im fünften Monat. Ihre Blähungen riechen so, dass sie sich kaum mehr unter Leute traut. Immer mehr Lebensmittel bekommen ihr nicht, obwohl sie sie ihr Leben lang gegessen hat. Dazu Kopf- und Nackenschmerzen, schmerzende Finger, eine Schulter, die blockiert. Stimmungstiefs. Ein Kopf, wie in Watte. Termine, die sie sich ohne ihr „digital brain“ nicht mehr merken kann. Und diese bleierne Müdigkeit, die schon mittags da ist.

    Ich habe ihre Mail dreimal gelesen. Nicht, weil ich nicht wusste, was ich antworten soll, sondern weil ich diese Liste kenne – aus meinem eigenen Leben und aus dutzenden Gesprächen. Sie steht beispielhaft für Viele und deshalb möchte ich sie anonymisiert mit dir teilen.

    Der Kreislauf, der sich hochschaukelt

    Ganz am Ende ihrer Mail stand der Satz, um den sich für mich alles dreht:

    „Ich esse doch gesund. Warum passiert mir das?“

    Die gefühlten zehn getrennten Baustellen der Leserin sind Eine. Ein Kreislauf, in dem sich ein paar Dinge gegenseitig hochschaukeln. Und wenn du gerade nickst, dann bist du damit auch nicht allein: Jede dritte Frau hat in den Wechseljahren zeitweise mit hartnäckigen Blähungen zu tun. Und die Frage, die sich alle stellen: Was hilft gegen Blähbauch in den Wechseljahren?

    Warum ich diese Mail so gut verstehen kann

    Ich hatte meinen ersten Blähbauch mit sechzehn. In der Pubertät ging es los, und dann kam es immer wieder, in Phasen, über Jahrzehnte, bis heute. Mal ein halbes Jahr Ruhe, dann mal wieder Bauch, Blähungen und eine Liste von Sachen, die ich gerade nicht vertrug. Es kam und ging, scheinbar ohne dass ich etwas anders gemacht hätte.

    Man hat mir gesagt, das sei der Stress. Und ich habe das geglaubt, weil ich es glauben wollte. Stress ist eine tolle, einfache Erklärung, mit der man weitermachen kann, ohne etwas zu ändern. (sorry für die Ironie)

    Seit Mitte vierzig ging das dann nicht mehr. Da wurde es so schlimm, dass ich mich kaum noch unter Leute getraut habe. Wer schon mal in einem Großraumbüro gearbeitet hat oder in einem Meetingraum saß und mitgerechnet hat, wie lange es noch dauert, weiß, wovon ich rede. Dazu die Schmerzen. Irgendwann hatte ich auf Geselligkeit keine Lust mehr, und dann auf vieles andere auch nicht. Es war nicht der Bauch allein, der mir das Leben kleiner gemacht hat. Es war das, was daraus folgte: Rückzug, Einsamkeit, Ängste, ein schrumpfendes Selbstwertgefühl, negative Gedanken, immer tiefer werdende Stimmungstiefs. Die Liste ist lang.

    Was mir damals niemand erklärt hat, ist das, was ich für mich zum Thema „Was hilft gegen Blähbauch in den Wechseljahren“ erarbeitet habe und möchte ich jetzt mit dir diesem Artikel teilen.

    Warum dein Blähbauch ab 40 dir plötzlich viel mehr übelnimmt

    Die Verdauung passiert weiter oben, als du denkst

    Wenn wir „Verdauung“ sagen, denken die meisten an den Darm. Aber die eigentliche Arbeit passiert viel weiter oben.

    Sie beginnt im Mund. Die Zähne zerkleinern, der Speichel fängt an, Stärke in der Nahrung zu spalten. Im Magen kommt Säure dazu und die schließt vor allem das Eiweiß auf. Im Dünndarm übernehmen dann Galle und Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse den Rest: Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate werden so klein zerlegt, dass der Körper sie aufnehmen kann.

    Erst danach kommt der Dickdarm und dort sitzen die Bakterien. Sie sind keine Störenfriede, sie gehören dorthin und machen einen wichtigen Job. Aber sie fressen, was ankommt.

    Und damit hast du das Bild, das den ganzen Rest erklärt: Was oben nicht zerlegt wird, kommt unten unzerlegt an. Die Bakterien machen sich darüber her und dabei entsteht Gas. Dein Blähbauch ab 40 ist also selten ein Problem des Dickdarms. Er ist die Rechnung für etwas, das vorher nicht mehr gut funktioniert hat.

    Was sich bei Frauen ab 40 verändert

    Jetzt kommt der Teil, den mir mit fünfundvierzig niemand gesagt hat.

    Die Verdauungssäfte lassen nach. Magensäure, Galle und Enzyme werden mit den Jahren weniger, und auch der Stoffwechsel läuft langsamer. Nahrung, die mit 30 mühelos verdaut wurde, dauert jetzt länger oder bleibt liegen.

    Dazu kommen die Hormone. Progesteron entspannt die Muskulatur, auch die im Darm, und es fällt in den Wechseljahren früher und stärker ab als Östrogen. Das verändert das Tempo, mit dem die Verdauung läuft. Östrogen wiederum hält die Schleimhäute geschmeidig und gut durchblutet, im ganzen Körper und eben auch im Verdauungstrakt. Wenn es sinkt, werden diese Schleimhäute empfindlicher. Gleichzeitig verschiebt sich die Zusammensetzung der Darmflora.

    Deshalb ist die Frage „Was hilft gegen Blähbauch in den Wechseljahren“ auch nie mit einem einzigen Tipp zu beantworten. Es hat sich nicht eine Sache verändert, sondern das ganze System hat einen Gang zurückgeschaltet.

    Warum ausgerechnet Zwiebel, Knoblauch und Hülsenfrüchte?

    Fällt dir auf, dass es immer dieselben Verdächtigen sind? Zwiebel, Knoblauch, Hülsenfrüchte, Apfel, Weizenmehl, Kohl. Das ist kein Zufall.

    Diese Lebensmittel bringen Zuckerarten mit, die dein Dünndarm auch bei bester Gesundheit nur schlecht aufnimmt. Solange die „obere“ Verdauung gut funktioniert, fällt das nicht weiter auf. Sobald es aber irgendwo hakt, sind sie die Ersten, die Probleme machen, weil bei ihnen ohnehin am meisten unten ankommt.

    Deine neuen Nahrungsunverträglichkeiten sind also oft weniger eine Allergie als eine Überforderung des Verdauungssystems bei Frauen ab 40. Dein Bauch verträgt die Zwiebel nicht schlechter als früher, er hat nur weniger Puffer.

    Was tun, wenn der Pups stinkt und was der Geruch dir verrät

    Und jetzt zu dem Thema, über das keine von uns gern spricht.

    Blähungen riechen unterschiedlich, und der Unterschied ist kein Zufall, sondern ein Hinweis. Wenn Kohlenhydrate vergoren werden, entstehen Gase, die eher säuerlich riechen oder fast gar nicht. Wenn dagegen Eiweiß unverdaut im Dickdarm ankommt, bauen die Bakterien schwefelhaltige Aminosäuren ab. Dabei entstehen auch Schwefelwasserstoffe und die riechen nach faulen Eiern.

    Wenn es bei dir also übel riecht, ist das keine Charakterfrage und kein Zeichen dafür, dass mit dir etwas grundsätzlich nicht stimmt. Es ist ein Fingerzeig und der zeigt nach oben: auf zu wenig Magensäure, auf zu wenig Galle, auf Portionen, die zu groß sind oder auf Essen, das zu schnell heruntergeschlungen wurde.

    Ich weiß, wie schwer dieses Thema ist. Ich habe jahrelang so getan, als gäbe es das bei mir nicht. Dabei war es die ganze Zeit die nützlichste Information, die mein Körper mir geschickt hat.

    Und warum wird es vor der Periode schlimmer?

    Wenn dein Bauch an manchen Tagen mit demselben Essen klarkommt und an anderen nicht, dann schau mal auf den Kalender.

    Am Ende deines Zyklus fällt Progesteron. Derselbe Teller wirkt an Tag 24 dadurch völlig anders als an Tag 8. Wenn du das ein paar Wochen mitschreibst, siehst du dieses Muster oft schon nach dem zweiten Zyklus.

    Wie Bauch, Müdigkeit und der Nebel im Kopf zusammenhängen

    Zurück zur Mail meiner Leserin. Sie hat ja nicht nur über ihren Blähbauch ab 40 auch geschrieben, sondern auch über Müdigkeit, Vergesslichkeit und die schmerzenden Gelenke. Was hat das miteinander zu tun?

    Ein gereizter Darm nimmt Nährstoffe schlechter auf. Wenn dann noch starke Monatsblutungen hinzukommen, wie sie in der Perimenopause häufig sind, geht viel Eisen verloren. Und wenn Ferritin, B-Vitamine wie Vitamin B12 oder Vitamin D unten (also viel zu niedrig) sind, bekommst du genau das: eine Müdigkeit, die dich im Stehen schlafen lässt, ein Gedächtnis wie ein Sieb und einen Nacken wie Beton.

    Parallel dazu die Hormone mit Stimmungstiefs, ein Kopf wie in Watte, tiefe Müdigkeit und Gelenkschmerzen, die viele Frauen in dieser Zeit zum ersten Mal erleben. Jedes dieser Räder treibt die anderen mit an. Deshalb fühlt es sich nicht an, als hättest du ein Problem. Es fühlt sich an, als würde alles gleichzeitig schlechter.

    Erst prüfen lassen, dann loslegen und verändern

    An dieser Stelle muss ich etwas sagen, was du von mir vielleicht nicht erwartest.

    Bevor du irgendetwas an deiner Ernährung umbaust, lass das einmal ärztlich abklären. Das muss nichts Schlimmes sein, und sehr oft steckt keine Krankheit dahinter, sondern eine Verdauung, die anders arbeitet als mit 30. Aber sicher weißt du das erst, wenn jemand nachgesehen hat.

    Mach dir einen Termin beim Hausarzt und lass deine Werte prüfen: Nährstoffe, Schilddrüse, Entzündungswerte, Leber. Sag dazu, was dir sonst noch auffällt, gerade wenn es um spezifische Schmerzen geht.

    Vielleicht denkst du jetzt: Das ist doch bestimmt nur Reizdarm. Kann sein. Reizdarm ist allerdings eine Ausschlussdiagnose, das heißt, Reizdarm ist das, was übrig bleibt, wenn nichts anderes gefunden wurde. Der Weg dorthin führt also über genau dieselben Untersuchungen.

    Ich bin bei diesem Punkt so hartnäckig, weil ich weiß, wie verführerisch die andere Variante ist. Mir hat man jahrelang gesagt, es sei der Stress, und ich habe mich damit zufriedengegeben. Falls hinter deiner Müdigkeit ein Eisenmangel steckt oder deine Schilddrüse nicht mitspielt, reicht keine Ernährungsumstellung der Welt. Und falls sich nichts findet, hast du freie Bahn und weißt es sicher. Beides bringt dich weiter.

    Blähbauch in den Wechseljahren: Was jetzt hilft und in welcher Reihenfolge

    Der Fehler, den fast alle machen

    Wenn du „Blähbauch in den Wechseljahren“ googelst, liest du überall denselben Rat: Iss mehr Ballaststoffe. Vollkorn, Hülsenfrüchte, Rohkost, dreißig Pflanzen pro Woche.

    Langfristig stimmt das. Kurzfristig ist es allerdings der schnellste Weg, deinen Bauch schlimmer zu machen. Ballaststoffe sind das Futter für deine Darmbakterien, und wenn bei dir gerade zu viel vergoren wird, schüttest du damit Benzin ins Feuer. Genau deshalb geben so viele Frauen nach kurzer Zeit auf und denken, bei ihnen funktioniert das eben nicht.

    Was du brauchst, ist keine andere Einkaufsliste. Du brauchst eine andere Reihenfolge.

    Schritt eins: Der Rhythmus

    Der Rhythmus deiner Mahlzeiten ist der wirksamste Hebel, und er kostet dich keinen Cent.

    Lass vier Stunden zwischen deinen Mahlzeiten und iss dazwischen nichts. Auch keine Handvoll Nüsse, keinen Milchkaffee, keinen Himbeer-Quark, kein Stückchen Käse beim Kochen. Dein Dünndarm hat einen eigenen Putzmechanismus, der Reste und Bakterien Richtung Dickdarm schiebt. Der läuft nur in den Pausen, in denen nichts zu tun (nichts zu verdauen) ist. Wer den ganzen Tag über kleine Mengen isst, schaltet diesen Reinigungsdienst dauerhaft ab.

    Deine letzte Mahlzeit des Tages liegt am besten vor 18 Uhr, mindestens aber drei Stunden vor dem Schlafengehen. Dann kommst du auf eine lange Pause am Stück deren größten Teil du verschläfst. Nebenbei bekommt dein Körper in dieser langen Pausen Gelegenheit für Aufräumarbeiten in den Zellen, über die gerade viel geforscht wird. Der Grund, aus dem ich es dir empfehle, ist aber viel einfacher: Dein Verdauungssystem darf endlich fertig werden.

    Schritt zwei: Die Verdauungskraft

    Setz dich zum Essen hin. Ohne Handy, ohne Stehen, ohne nebenbei. Verdauung läuft nur, wenn dein Nervensystem auf Ruhe geschaltet ist, und das ist keine Esoterik, sondern Biologie.

    Dann kaue. Und zwar richtig bis im Mund keine Stücke mehr sind. Meine Oma sagte dreißig Mal und sie hatte recht. Das Kauen ist der einzige Teil deiner Verdauung, den du aktiv selbst in der Hand hast.

    Und nimm zehn Minuten vor dem Essen etwas Bitteres zu dir, einfach so im Mund zerkauen. Ein paar Blätter Rucola, ein Stück Chicorée, ein paar Tropfen Bitterkräuter. Bitterstoffe auf der Zunge sind das Startsignal für Magensaft und Galle und die Galle ist bei vielen von uns der schwache Punkt.

    Schritt drei: Entlasten, zwei bis drei Wochen lang

    Jetzt nimmst du deinem Bauch für eine Weile Arbeit ab.

    Iss gedünstet und gekocht statt roh, vor allem abends. Ein kleiner Blattsalat mittags ist meist kein Problem, denn Blattsalat ist das Harmloseste an der ganzen Rohkost. Schwerer zu verdauen sind rohe Paprika, rohe Karotte, Gurke mit Schale, Kohl, Zwiebel, Knoblauch und Hülsenfrüchte. Die lässt du für zwei bis drei Wochen aus. Abends dann nichts Kaltes und nichts Rohes mehr und morgens lieber warm frühstücken als kalt.

    Alkohol lässt du in dieser Zeit weg. Und dann schau dir bitte die Zutatenlisten in deinem Vorratsschrank an. Sorbit, Xylit, Erythrit und Maltit stecken oft in Kaugummi, Proteinriegeln, Eiweißpulver und in fast allem, was mit „zuckerfrei“ wirbt. Das sind Zuckeralkohole, die dein Dünndarm kaum aufnimmt und sie landen praktisch vollständig bei den Bakterien im Dickdarm. Bei manchen Frauen erklärt sich damit der halbe Blähbauch und niemand hatte diese „Zucker“ im Verdacht, weil sich ja alles gesund anhört.

    Schritt vier: Aufbauen

    Erst jetzt kommen die Ballaststoffe zurück, und zwar langsam, über mehrere Wochen.

    Fang sanft an: ein Teelöffel geschrotete Leinsamen, über Nacht eingeweichte Chiasamen, gekochte Karotte, Zucchini, Kürbis. Wenn das gut geht, kommt die nächste Sorte dazu. Und danach darf es richtig bunt werden, denn Vielfalt auf dem Teller ist das, was deine Darmflora langfristig braucht.

    Diese Reihenfolge ist der Unterschied zwischen „ich habe alles probiert und nichts hat geholfen“ und einem Bauch, der wieder mitmacht.

    Noch ein Wort zum Eiweiß

    Wenn du oben gelesen hast, dass unverdautes Eiweiß den fauligen Geruch macht, dann lag auch bei mir ein Gedanke nahe: Dann esse ich eben weniger Eiweiß. Bitte nicht. Deine Leber braucht Eiweiß für ihre Arbeit, deine Muskeln erst recht und in den Wechseljahren brauchen wir ohnehin mehr Eiweiß.

    Es geht nicht um weniger, sondern um Eiweiß, das in deinen Zellen ankommt. Dafür hast du drei Stellschrauben.

    1. Die Menge pro Mahlzeit: lieber eine Handfläche voll zu jeder deiner drei Mahlzeiten als eine große Portion auf einmal.
    2. Die Art: leicht verdaulich sind Fisch, Geflügel, Eier, wenn du sie verträgst, Quark und Joghurt, während fettes rotes Fleisch, Wurst, große Portionen Hülsenfrüchte deinem Bauch mehr belasten.
    3. Und die Verdauungskraft selbst, also alles aus Schritt zwei.

    Was ich von Entsäuern, Entschlacken und Saftkuren halte

    Diese drei Begriffe begegnen mir, und dir vermutlich auch, zu diesem Thema ständig, und ich möchte ehrlich sein, was ich davon halte.

    Zum Entsäuern. Dein Körper hält den pH-Wert deines Blutes in einem sehr engen Bereich, darum kümmern sich Lunge und Nieren rund um die Uhr. Eine Übersäuerung im wörtlichen Sinn gibt es bei gesunden Organen nicht. Trotzdem geht es vielen Frauen mit basischer Ernährung besser und das hat einen Grund: Wer basisch isst, isst viel Gemüse, viel Kalium und Magnesium, tinkt wenig Alkohol, isst wenig Zucker und wenig Fertiges. Der Effekt ist echt, nur die Erklärung stimmt nicht.

    Beim Entschlacken ist es ähnlich. Das Bild von verkrusteten Ablagerungen, die jahrelang an der Darmwand kleben, hält der Wirklichkeit nicht stand, denn deine Darmschleimhaut erneuert sich alle paar Tage komplett. Was es aber sehr wohl gibt, ist eine träge Passage der Nahrung durch deinen Darm. Wenn der Stuhl zu lange liegt, werden Nahrungsreste länger vergoren. Und die Stoffwechselendprodukte, die deine Leber über die Galle in den Darm abgibt, wandern zum Teil wieder zurück in diesen Kreislauf, statt den Körper Richtung Klo zu verlassen. Genau dort setzen Quell- und Ballaststoffe an: Sie binden Wasser und Gallensäuren, beschleunigen die Passage durch den Darm und sorgen dafür, dass das, was raus soll, auch raus kommt. Das klingt weniger spektakulär als Schlacken, die gelöst werden. Es ist aber das, was in deinem Darm passiert und es reicht völlig, um einen Unterschied zu machen.

    Und die basische Saftkur? Bei einem Bauch, in dem es ohnehin gärt, würde ich davon abraten. Saft ist Frucht- und Gemüsezucker ohne Ballaststoffe, die ihn puffern, also genau der Brennstoff für das Problem, das du loswerden willst. Dazu kommt wenig Eiweiß und der Blutzucker fährt Achterbahn, was Stimmung und Konzentration selten guttut. Es gibt Frauen, denen Saftkuren guttun. Aber wenn dein Hauptsymptom gerade Blähbauch heißt, gehörst du eher nicht dazu.

    Wie lange dauert das, bis die Blähungen wieder weg sind?

    Meine ehrliche Antwort: unterschiedlich und in Wellen statt in einer geraden Linie.

    Der Rhythmus wirkt bei vielen Frauen innerhalb weniger Tage, das ist der schnellste Effekt, den du bekommen kannst. Für die Entlastungsphase rechne mit zwei bis drei Wochen. Und bis die Ballaststoffe wieder hoch sind und dein Teller richtig bunt ist, vergehen manchmal Wochen bis Monate. Es wird zwischendurch auch mal wieder schlechter, das gehört dazu und heißt nicht, dass du etwas falsch machst oder „es nicht funktioniert“.

    Warum du das nicht allein machen solltest

    Es ist nicht schwer zu verstehen. Es ist nur schwer allein durchzuhalten.

    Vier Wochen Essrhythmus neben Job, Familie und dem restlichen Leben schafft kaum jemand aus dem Stand. Man fängt am Montag an, schon am Mittwoch kommt ein Termin dazwischen, am Freitag denkt man sich, dann eben nächste Woche nochmal von vorn. Genau an dieser Stelle möchte ich dich unterstützen.

    Vom 3. bis 18. Oktober 2026 läuft der nächste Durchgang meiner begleiteten Darm- und Leberkur Wieder Ich. 16 Tage, live in der Gruppe. Wir nutzen drei Kurprodukte in dieser Zeit, du bekommst ein eBook mit Rezepten, jeden Morgen einen Impuls in dein eMail-Postfach, ein Info-Abend vorab, wöchentliche Zoom-Runden und eine WhatsApp-Gruppe für den Austausch. Gehungert wird nicht, es zählt, was auf den Teller kommt und davon darfst du satt werden. Die Investition liegt bei gut 145 Euro für die drei Kurprodukte, die du nach Erhalt 30 Tage testen kannst.

    Und weil ich oben ehrlich war, bin ich es hier auch. Diese Darmkur ersetzt keine ärztliche Behandlung und wenn dein Blutbild etwas anzeigt, gehört das zuerst behandelt. Sie ist auch nichts für dich, wenn du in diesen 16 Tagen keine Zeit hast, dich um‘ dein’s Essen zu kümmern, denn Schnibbeln & Kochen gehört dazu. Und sie ist kein Saison-Detox, nach dem alles wieder von vorn losgeht, sondern eine erste Etappe zurück zu dir.

    Was sie dir gibt, ist ein Rahmen: 16 Tage, in denen du nicht selbst überlegen musst, was auf den Tisch kommt. Ein Ritual, das nur dir gehört. Und eine Gruppe Frauen, denen es geht wie dir. Hier detoxt keine allein.

    Wie es mit meiner Leserin weitergeht

    Ich habe ihr geantwortet, das was du bis hierher gelesen hast. Zuerst der Arzttermin, dann die beschriebene Reihenfolge aus Essrhythmus, Verdauungskraft stärken, Entlasten und Aufbauen und wenn sie sich bereit fühlt, darf sie gern zu Wieder Ich dazukommen.

    Wie es ihr damit geht, weiß ich noch nicht. Wir stehen im Austausch. Und wenn sie einverstanden ist, erzähle ich es dir im Herbst.

    Fazit: Du und dein Bauch, ihr seid in einer Umbauphase

    Dein Bauch ist nicht kaputt. Er arbeitet jetzt in den Wechseljahren anders als mit 30 und das darf er auch, denn du bist in einer Umbauphase.

    Der Geruch, der dir peinlich ist, ist die nützlichste Information, die du kriegen kannst. Der Blähbauch ab 40 ist selten das eigentliche Problem, sondern das Ergebnis von etwas, das in deiner Verdauung nicht mehr rund läuft. Und wenn du eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann bitte diese: Die Reihenfolge entscheidet mehr als die Einkaufsliste.

    Fang beim Arzttermin an. Dann beim Rhythmus. Der Rest kommt danach.

    Wenn du das nicht allein machen möchtest, komm zum Info-Abend für den Oktober-Durchgang. Der ist kostenlos und verpflichtet dich zu nichts. Schreib mir einfach eine Mail an hallo{ed}lilene-40plus.de oder auf Instagram eine DM an @me.and.lilene, dann telefonieren wir kurz und schauen, ob es zu dir passt.

    Und jetzt du: Welches Lebensmittel hat dich zuletzt überrascht, weil du es plötzlich nicht mehr verträgst? Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich bin gespannt, ob wir dieselben Verdächtigen haben.

    Alles Liebe
    deine Andrea


    Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn deine Beschwerden anhalten, sich verschlimmern oder Warnzeichen wie ungewollter Gewichtsverlust, Blut im Stuhl, Fieber oder nächtliche Schmerzen dazukommen, geh bitte zum Arzt.


  • Schadstoffe und Wechseljahresbeschwerden

    Schadstoffe und Wechseljahresbeschwerden

    Warum Gesundheit ab 40 im Darm beginnt:
    Schadstoffe im Körper, die Hormone, Darm und Immunpower durcheinander wirbeln und Wechseljahresbeschwerden verstärken.

    Gerade wir Frauen ab 40 merken, dass unser Körper keine „Mülldeponie“ mehr sein möchte, sondern ein Beauty-Tempel (oder zumindest eine gut geführte Wellness-Oase). Schadstoffe und Wechseljahresbeschwerden sind schwierige und unangenehme Begleiter im Alltag von Frauen ab 40.

    Die Blinden Passagiere oder Warum Frauen ab 40 ein „volles Gepäck“ mit uns herumtragen

    Hand aufs Herz:

    Mit über 40 haben wir Frauen nicht nur Lebenserfahrung, innere Stärke und diese charmanten Lachfältchen an unseren Augenwinkeln gesammelt – sondern leider auch Dinge, die wir ganz sicher nicht bestellt haben.

    Die Rede ist von Schadstoffen.

    Und nein, das ist kein esoterisches Schreckgespenst. Forschungen zeigen: Heute lassen sich bis zu 400 verschiedene Fremdstoffe im menschlichen Körper nachweisen. Vierhundert.

    Wir sind also – nüchtern betrachtet – kleine wandelnde Chemielabore. Leider nicht im coolen „Breaking Bad“-Stil, sondern eher im Modus „Warum fühlt sich mein Körper ständig dauer-erschöpft an?“

    Viele dieser Stoffe sind inzwischen so allgegenwärtig, dass wir ihnen kaum noch ausweichen können. Sie stecken in uns, in den Tieren, in der Umwelt – und sie verschwinden nicht einfach wieder von allein.

    Hormon-Hokuspokus in Essen, Kosmetika & Co.

    Hormone.
    Klingt erstmal chemisch, oder? Kleine Botenstoffe, die in deinem Körper ihre Zettelchen verteilen und sagen: „Du jetzt bitte Energie.“ – „Du heute lieber schlafen.“ – „Und du? Stimmungsschwankung deluxe.“

    Was wir dabei oft nicht auf dem Schirm haben:
    Diese Boten bekommen ziemlich viel Besuch von außen.

    Denn unsere Lebensmittel sind längst nicht mehr so unschuldig, wie sie aussehen. Konventionell angebautes Obst und Gemüse wird häufig mit Pestiziden und Kunstdünger behandelt. In der industriellen Tierhaltung (ja, auch bei manchen Tierwohl-Labeln 1–3) spielen Hormone und hormonähnliche Stoffe entlang der Produktionskette ebenfalls eine Rolle.

    Und hier wird’s spannend – oder sagen wir mal: hormonell heikel.

    Xenoöstrogene – die falschen Schauspieler auf deiner Hormonbühne

    Xenoöstrogene sind hormonähnliche Substanzen, die die Wirkung unseres körpereigenen Östrogens nachahmen. Stell dir vor, jemand kommt mit einem gefälschten Schlüssel in deine Wohnung und mischt sich ungefragt überall ein.

    Gerade ab 40, wenn dein Körper ohnehin beginnt, seine eigene Östrogenproduktion neu zu sortieren, können solche „falschen Signale“ zusätzlich Unruhe reinbringen.
    Das kann sich zeigen in:

    • stärkeren PMS-Beschwerden
    • empfindlicheren Brüsten
    • Wassereinlagerungen
    • Stimmungsschwankungen
    • oder generell intensiver empfundenen Wechseljahressymptomen

    Bei hormonabhängigen Erkrankungen wie Endometriose spielen solche hormonähnlichen Stoffe ebenfalls eine große Rolle für das gesamte Wohlbefinden.

    Versteh mich richtig: Dein Körper ist kein fragiles Porzellanpüppchen. Er kann viel kompensieren.
    Aber wenn wir ihm über Jahre immer wieder kleine hormonelle Störsender zumuten, wundern wir uns irgendwann, warum die innere Melodie nicht mehr ganz sauber klingt.

    Und genau deshalb lohnt es sich, hinzuschauen.
    Nicht aus Angst.
    Sondern aus Selbstfürsorge.

    Denn je bewusster du mit dem umgehst, was täglich auf deinem Teller landet, desto klarer kann dein Hormonsystem wieder seine eigene, echte Melodie spielen.

    Warum zahlen wir diesen Preis?
    👉 Spoiler: Es ist unser moderner „Lifestyle“

    Die ehrliche Frage lautet also: Wie ist das überhaupt passiert?

    Kurzfassung: Es ist der Preis für unseren modernen, westlichen Lebensstil. Wir mögen es bequem, schnell und günstig – aber unser Körper zahlt die Zeche.

    Ein Beispiel, das kurz schlucken lässt:
    Eine ganz normale, konventionelle Kartoffel wird im Laufe ihres Lebens bis zu 50 Mal gespritzt. Äpfel stehen ihr in nichts nach. Und auf deinem Teller haften oft noch Reste von Geschirrspülmitteln.

    Und das ist noch längst nicht alles:

    • Obst & Gemüse:
      Industrielle Produktion bedeutet häufig einen Mix aus Pestiziden, Herbiziden und anderen Pflanzenschutzmitteln.
    • Beauty-Routine:
      Deine Haut „isst“ mit. Viele herkömmliche Kosmetika schleusen Schadstoffe direkt über die Haut in deinen Körper, die Haut und Haare mit Silikonen und Sulfaten besonders weich machen.
    • Reinigungsmittel, die schnell und effizient wirken.
    • Kleidung aus Funktionsfasern, die beim Tragen und Waschen Mikroplastik (Mikrofasern) abgeben
    • Luft & Wasser:
      Der Rest kommt ganz beiläufig über die Atemluft und unser Trinkwasser dazu – quasi als tägliche Beilage.

    Kurz gesagt:
    Ab Mitte 40 ist das innere Fass bei vielen Frauen randvoll.
    Und wenn Darm, Leber und Haut dann nicht mehr hinterherkommen mit Aufräumen, Aussortieren und Entgiften, fangen die Hormone an zu rebellieren – laut, hartnäckig und sehr überzeugend.

    Die gute Nachricht?
    👉 Genau hier beginnt auch die Lösung.
    Aber dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt 💫

    Doch zuallererst, versuche Schadstoffe und Xenoöstrogene zu vermeiden

    Doch zuallererst, versuche Schadstoffe und Xenoöstrogene zu vermeiden

    Kaufe Lebensmittel regional, saisonal und in Bio-Qualität

    Achte vor allem auf Nachhaltigkeit und Herkunft, denn andere (vor allem Nicht-EU) Länder haben meistens nicht so strenge Regeln, was Pestizideinsatz und gentechnisch modifizierte Lebensmittel angeht. Entscheide dich lieber für Produkte aus Deutschland oder aus europäischen Nachbarländern. Das verbessert zudem die Ökobilanz, weil das Lebensmittel weniger weit transportiert wurde.

    So kannst du ganz leicht Plastik-Produkte vermeiden

    Achte bei Haushaltsprodukten darauf, dass sie frei von BPA sind. BPA, Weichmacher und Phthalate sind als potenziell hormonelle Störfaktoren bedenklich. BPA steht für Bisphenol A. Eine Industriechemikalie, die seit den 60er Jahren zur Herstellung bestimmter Kunststoffe und Harze verwendet wird. Mit BPA sind viele Lebensmittel- und Getränkedosen innen beschichtet, das dünstet aus und gelangt in das Lebensmittel oder Getränk. Mögliche gesundheitliche Auswirkungen von BPA gibt es auf das Gehirn, erhöhtem Blutdruck, den Fötus und Säuglinge und es kann das Verhalten von Kindern beeinflussen.

    • Verwende BPA-freie Produkte. Schau nach der Kennzeichnung „BPA frei“ oder steige direkt auf Glasbehälter um.
    • Kaufe möglichst keine Lebensmittel mehr in Konservendosen – wenn fertig und abgepackt, dann im Glas.
    • Stelle Produkte aus Polycarbonat-Kunststoff nicht in die Mikrowelle oder in die Spülmaschine, da sie sich mit der Zeit durch die Hitze zersetzen und BPA in die Lebensmittel gelangen kann.
    • Verwende anstelle von Plastik-ToGo-dosen lieber Glas-, Porzellan- oder Edelstahlbehälter für die Aufbewahrung von Lebensmittel. Verschliesse se z.B. mit nachhaltigen Bienenwachstüchern.

    So kannst du Haushalts-Chemikalien reduzieren

    Hast du schon mal die natürlichen Helfer ausprobiert? Super Allzweck-Mittel für den Haushalt sind Essig und Natron. Essig ist übrigens auch perfekt, um lästigen Bakterien und Gerüchen zu Leibe zu rücken. Aber auch Zitronen oder Orangenschalen kann man toll für Kalkablagerungen oder glänzende Oberflächen nutzen.

    So kannst du Schadstoffe in Kosmetik vermeiden

    Die Natur ist auch Chemie und Physik. Und auf der Liste der Inhaltsstoffe oder Zutaten stehen meistens die chemischen Bezeichnungen der Stoffe. Ich bin auf diesem Fachgebiet leider nicht so bewandert, deshalb konzentrieren wir uns auf die bedenklichen Stoffe, die auf der Negativ-Liste stehen und die wir als Frauen in den Wechseljahren vermeiden sollten.

    • Dioxine: Eine Gruppe giftiger Chemikalien, die bei Verbrennungsprozessen, bei der Herstellung von Pestiziden und bei der Chlorbleiche von Holzzellstoff freigesetzt werden. Vorsichtig sollten wir sein bei: schönem weißen Toilettenpapier, Taschentücher, Periodenprodukten, alle gebleichten Materialien
    • Parabene: Konservierungsstoffe, die in vielen Shampoos, Conditionern, Make-up-Produkten und Lotionen enthalten sind und dafür sorgen, dass sie länger haltbar sind. Sie können hormonell wirken, Krebs und Allergien begünstigen.
    • Sulfate: in Waschmitteln enthalten. Sie können Haut- und Augenreizungen verursachen oder Allergien auslösen.
    • Künstliche/synthetische Duft- und Farbstoffe können Hautreizungen verursachen.
    • Mikroplastik: Sehr schlecht für unsere Haut und unser Mikrobiom im Darm. Seit Oktober 2023 sind Mikroperlen aus Plastik in Cremes und Peelings und Glitzerstaub verboten. Aufpassen z.B. bei Peelings oder aufhellenden Zahncremes.

    Wenn du zukünftig Produkte vermeiden möchtest, in denen einer der oben beschriebenen Stoffe aufgeführt ist, ist es ein guter Anfang wenn ein Produkt aufgebraucht ist, dass du dir gezielt eine geeignete Alternative dafür suchst.


    Und jetzt – atme erst einmal tief durch.
    Ja, das klingt erst mal nach einer ganzen Menge Zeug, das sich da im Laufe der Jahre angesammelt hat. Aber jetzt kommt die beste Nachricht des Tages: Du hast für deinen Körper kein Oneway-Ticket gelöst.

    Er ist eher wie ein ziemlich gut organisiertes Reinigungsteam – nur leider eines, das viel zu lange ohne vernünftige Ausstattung arbeiten musste.Wenn wir den Schadstoffen wirklich den Kampf ansagen wollen, müssen wir über zwei absolute VIPs sprechen. Zwei Organe, die leise, zuverlässig und oft völlig unterschätzt ihren Job machen: deinen Darm und deine Leber.

    Zeit für inneren Frühjahrsputz – dein Glow-up beginnt von innen

    Stell dir deinen Körper wie ein wunderschönes Industrie-Loft vor. Viel Licht, gute Substanz, eigentlich alles da.
    Aber wenn sich über Jahre Staub in den Ecken sammelt, die Müllabfuhr nur sporadisch kommt und keiner mehr richtig durchlüftet, dann hilft auch das beste Raumerfrischer nicht mehr. Dann heißt es: erst innen aufräumen, dann außen strahlen.

    Hier kommen unsere zwei Superheldinnen ins Spiel:

    Die Leber – deine Chef-Chemikerin.
    Sie ist dein zentrales Entgiftungsorgan und arbeitet Tag und Nacht daran, Schadstoffe abzubauen und unschädlich zu machen. Doch gerade ab Mitte 40, wenn Hormone Achterbahn fahren und der Alltag kaum Pausen kennt, läuft sie oft im Dauerstress-Modus. Eine gezielte Entlastung kann ihr helfen, wieder in ihren natürlichen Rhythmus zu finden – ruhig, effizient und kraftvoll.

    Der Darm – das Zentrum deiner Power.
    Er ist weit mehr als nur Verdauungsorgan. Er entscheidet, was aufgenommen wird (Nährstoffe), bleiben darf und was gehen muss. Ist er überlastet, bleiben ungebetene Gäste gerne länger als sie sollten. Eine bewusste Darmreinigung unterstützt ihn dabei, alten Ballast loszuwerden – und schafft Raum für mehr Energie, bessere Nährstoffaufnahme und eine spürbar stärkere Immunpower.

    Detox ist kein Verzicht – sondern ein Geschenk an dich selbst

    Vergiss komplizierte Wunderkuren und dogmatische Regeln. Wir sprechen hier von einer strategischen, liebevollen Entgiftung, die deinen Stoffwechsel wachküsst statt ihn zu stressen.
    Es geht darum, die Leber zu entlasten, den Darm gründlich zu reinigen und deinem Hormonsystem endlich wieder Luft zum Atmen zu geben.

    Das Ziel? 👇
    Weniger Wechseljahres-Chaos.
    Mehr Energie im Alltag.
    Und ein Haut-Glow, der nicht aus der Tube kommt, sondern von innen leuchtet.

    Und jetzt sag ehrlich:
    Bist du bereit, den inneren Reset-Knopf zu drücken?
    Dann lass uns im nächsten Schritt anschauen, wie du mit Darmreinigung und gezielter Entgiftung alten Ballast loslässt – und dir Schritt für Schritt deine Leichtigkeit zurückholst. 💛

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    Frau mit WOW - die Darm- und Leberkur, die mehr als nur Detox ist.
    Frau mit WOW – die Darm- und Leberkur, die mehr als nur Detox ist.

    Und hier gebe ich dir noch zwei Top-Tipps für deinen Alltag mit.

    Apps für den Check von Schadstoffen (Xeno-Östrogenen)

    Alles was näher und länger mit dem Körper in Kontakt kommt, kann mit Apps auf seine Inhaltsstoffe geprüft werden:

    • CodeCheck App – checkt Gesichtscreme, Deo, Shampoo, Conditioner & Co. auf Inhaltsstoffe
    • Skinsafe: Die App Skin Safe Products beurteilt die Produkte nach Allergenen
    • ToxFox-App: hilft Verbraucher*innen, Kosmetik- und Alltagsprodukte auf Schadstoffe zu prüfen, die Krebs oder Unfruchtbarkeit hervorrufen können.

    TOP SCHADSTOFFE des modernen Lebens👇⚠️

    Feinstaub, Abgase und Stickoxide

    Sie belasten Lunge, Herz und deine Gefäße.
    Und fördern chronische Entzündungen (Lunge, Asthma, Haut).

    Wo kommen sie vor?

    • Straßenverkehr, Heizungen & Kamine (Kohle, Öl, Gas und Holz), Feuerwerk
    • Küche: Besonders Frittieren, Grillen und Braten auf Gasherden.
    • Kerzen & Kamine: Kerzen, Öllampen und offene Kamine.
    • Haushalt: Staubsauger, Putzen, Drucker und Kopierer

    Mikroplastik

    Diese sind hormonell wirksam und entzündungsfördernd.

    Wo kommen sie vor?

    • Lebensmittel: Häufig nachgewiesen in Getränken aus PET-Flaschen, Speisesalz, Honig, Bier, Fisch, Meeresfrüchten und Muscheln.
    • Kosmetik & Pflege: Peelings, Duschgels, Zahnpasta, Sonnencremes, Lippenstifte und Make-up enthalten oft Kunststoffpartikel (Peeling-Körper, Bindemittel).
    • Textilien & Haushalt: Kunstfaserkleidung (Polyester, Fleece) lösen sich Mikrofasern. Putzschwämmen, Mikrofasertüchern und Kaugummi ist Plastik enthalten.
    • Verpackungen: Innenbeschichtungen von Tetra-Paks, Konservendosen und „Papier“-Kaffeebechern

    PFAS – die Ewigkeitschemikalien

    sie lagern sich in der Leber an, beeinträchtigen die Arbeit der Entgiftungsorgane, Immunsystem und Hormone

    Wo kommen sie vor?

    • Küchenartikel: Pfannen, Waffeleisen, Sandwichmaker, Backformen mit Antihaftbeschichtung.
    • Papier/Verpackungen: Innenbeschichtungen von Pizzakartons, Pommestüten, Pergamentersatzpapier, beschichtete Pappbecher.
    • Kleidung/Schuhe: Funktionsjacken, imprägnierte Schuhe, Kletterseile.
    • Wohnen: Schmutzabweisende Teppiche, Tischdecken, Polstermöbel.
    • Reinigung/Chemie: Imprägniersprays, Zahnseide, Reinigungsmittel (Easy-Clean-Effekt)

    Pestizide

    Sie stören Darmflora und Hormonhaushalt.
    Sie werden zur Schädlingsbekämpfung vor allem auf konventionell angebautem Obst und Gemüse eingesetzt, weshalb oft schalennahe Bereiche oder importierte Ware stärker belastet sind.

    Wo kommen sie vor?

    • Obst (oft hohe Belastung): Tafeltrauben, Erdbeeren, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Aprikosen, Kirschen, Zitrusfrüchte.
    • Gemüse (insb. Oberflächennahes): Paprika, Gurken, Tomaten, Zucchini, Salat (besonders Rucola), Kräuter, Sellerie, Grünkohl.
    • Importierte Ware: Lebensmittel aus Nicht-EU-Ländern weisen häufig Grenzwertüberschreitungen auf.

    Schwermetalle

    z.B. Blei, Quecksilber, Cadmium, Arsen
    Sie schädigen Nerven und Gehirn.

    Wo kommen sie vor?

    Sie kommen natürlicherweise in Böden, Wasser und Luft vor, gelangen jedoch vor allem durch Industrieemissionen und Landwirtschaft in die Umwelt.

    in Lebensmitteln:

    • Fisch & Meeresfrüchte: Thunfisch, Schwertfisch, Muscheln (Quecksilber, Cadmium, Blei).
    • Gemüse/Getreide: Besonders Pilze (Wildpilze), Leinsamen, Mohn, Ölsaaten, Gemüse aus belasteten Böden (Cadmium).
    • Innereien: Nieren und Leber von Tieren (Cadmium).

    aus Umwelt & Alltag:

    • Wasser: Trinkwasser aus alten Bleirohren.
    • Luft/Boden: Feinstaub, Industrieabgase, Düngemittel.
    • Verbraucherprodukte: Batterien, Farben, Lacke, Farbpigmente in Textilien, Jeans, Haarfarbe, Schmuck, Spielzeug, Plüschtiere.

    Tipps zur Reduzierung

    • Bio-Produkte bevorzugen: Diese sind seltener und geringer belastet.
    • Waschen & Putzen: Obst und Gemüse gründlich unter fließendem Wasser abwaschen und abreiben, um Rückstände zu verringern.
    • Saisonal & Regional: Frische Produkte aus der Region kaufen.
    • Schälen: Obst und Gemüse gründlich abwaschen und von schwermetallhaltigen Stäuben befreien. Bei stark belasteten Früchten (z. B. Äpfel) kann Schälen helfen, allerdings gehen dabei auch wertvolle Vitamine verloren.
    • Abwechslungsreich essen: So wird die Aufnahme nicht nur über ein belastetes Produkt maximiert.
    • Fischkonsum anpassen: Besonders Schwangere und Kinder sollten auf Quecksilberbelastung achten

  • Darm reinigen Wechseljahre

    Darm reinigen Wechseljahre

    Darm-Reset in den Wechseljahren: Warum dein Bauch der Schlüssel zum Hormonglück ist

    Die Darm- und Leberstärkende Kur Wieder Ich kann deinen Darm reinigen und ist soviel mehr als eine Detox-Kur

    „Irgendwas stimmt nicht – aber ich kann es einfach nicht greifen“
    Denn eigentlich müsste doch alles okay sein …

    Kennst du’s? Eigentlich machst du nichts anders als sonst, aber plötzlich spannt die Jeans, das „Food-Baby“ grüßt jeden Abend im Spiegel und deine Energie reicht gerade noch bis zum Mittagessen.

    In der Zeit der Wechseljahre konzentrieren wir uns meist nur auf Hormone und Hitzewallungen. Doch ein entscheidender Mitspieler wird oft übersehen: Dein Darm.

    Irgendwo zwischen Jeans, Blähbauch und Erschöpfung hat sich dieser Gedanke eingeschlichen:
    Oh je, mein Körper macht nicht mehr richtig mit. Werde ich alt? Oder bin ich krank?

    Wenn dir diese Szenen ⤴️ bekannt vorkommen und du dich gerade öfter fragst, warum dein Körper sich anfühlt wie ein schlecht gelaunter Mitbewohner –
    👉 dann bist du nicht kaputt.
    👉 Dann bist du mitten in einer Veränderung.

    Warum dein Darm jetzt anders tickt – Das Östrobolom, dein Darm und die Östrogene

    In unseren 40ern sinkt der Progesteronspiegel, während das Östrogen Achterbahn fährt. Das hat direkte Folgen für unsere Verdauung: Die Darmpassage wird langsamer (Hallo, Trägheit!), die Darmbarriere wird durch den Hormonstress durchlässiger und die Nährstoffaufnahme leidet.

    Das fehlende Puzzleteil: Von der Wissenschaft wurde es Östrobolom getauft. Das ist ein spezieller Teil deines Mikrobioms, der dafür sorgt, dass verbrauchtes Östrogen sicher ausgeschieden wird. Wenn dein Darm streikt oder rebelliert, wird „altes“ Östrogen wieder in den Körper zurückgeführt – das verstärkt Symptome wie Hitze, Brustspannen, Stimmungsschwankungen und Blähbauch.

    Und dieser Wandel braucht kein “Zähne-zusammen-beißen” – sondern DEIN Verständnis.

    Warum Darm, Leber und Haut in den Wechseljahren so sensibel reagieren

    In den Wechseljahren arbeitet dein Körper nicht plötzlich schlechter – er arbeitet anders.
    Und drei Bereiche sind dabei besonders betroffen: Darm, Leber und Haut.

    Dein Darm ist viel mehr als Verdauung. Er entscheidet, welche Nährstoffe aufgenommen werden, was draußen bleibt. In Zeiten hormoneller Veränderung reagiert er empfindlich: auf Stress, auf Zucker, auf Alkohol, auf Unruhe im Alltag. Wenn hier Balance fehlt, fühlt sich alles schnell „zu viel“ an – im Bauch und im ganzen Körper.

    Deine Leber ist so etwas wie die große Sortiererin. Sie verarbeitet, entgiftet und hilft beim Loslassen – von Schadstoffen (aus der Nahrung) aber auch von hormonellen Abbauprodukten. In den Wechseljahren hat sie mehr als sonst zu tun. Wenig Pausen, wenig Bewegung und eine Ernährung, die eher belastet als unterstützt, bringen dieses feine System schnell an seine Grenzen.

    Und deine Haut?
    Die roten Flecken im Gesicht sind kein Zufall. Deine Haut ist ein Ausscheidungsorgan. Wenn Darm und Leber überlastet sind, wird das “zu viel” direkt über die Haut “entgiftet” und ausgeschieden. Rötungen, Unreinheiten, entzündete Stellen – nicht, weil deine Haut „rumzickt“, sondern weil dein Körper versucht, das „Zeugs“ loszuwerden.

    Was viele unterschätzen: Diese drei arbeiten eng zusammen.
    Geraten sie aus dem Gleichgewicht, siehst und spürst du es. Sie sind oft die ersten, die Signale senden, wenn wir zu lange funktionieren, zu viel (er)tragen und zu wenig regenerieren.

    Nicht aus Nachlässigkeit.
    Sondern weil Alltag, Brötchen-Job, Familie, Verantwortung und Stress viel zu lange wichtiger waren als die eigene Gesundheit – körperlich und mental.

    Und genau hier beginnt Verständnis.
    Nicht Bewertung. Nicht Selbstkritik.

    Die Realität: Was eine Darmreinigung kann – und was nicht

    Lass uns ehrlich sein: Eine 14- oder auch 30-tägige Kur wird deine Wechseljahresbeschwerden nicht einfach „löschen“. Wer das verspricht, lügt.

    Viele Darm- oder Detox-Kuren versprechen genau das, wonach sich Frauen in den Wechseljahren sehnen – und liefern doch oft etwas anderes. Zumal die meisten Kuren “für ALLE” angeboten werden, aber z.B. junge Frauen haben ganz andere Themen mit Hormonen, Stoffwechsel und Stimmung wie etwa Frauen in den Wechseljahren.

    Ein gesunder Körper entgiftet sich normalerweise selbstständig über Leber, Nieren, Darm, Haut und Lunge. Allerdings sind die meisten Körper Ü40 nicht mehr ganz so top in Form: Stress, wenig Bewegung und ungesunde zuckerhaltige Ernährung mit vielen Fertigprodukten mit jeder Menge industriell hergestellten Zutaten fordern ihren Tribut – den Viele leider im Spiegel bereits deutlich sehen und z.B. beim Laufen oder auf der Treppe spüren.

    Das kann die Darm- und Leberkur Wieder Ich nicht.

    Sie ist kein magischer Radiergummi für alle Beschwerden, die während der Wechseljahre auftreten können. Sie ist auch keine Crash-Diät – einmal „durchgezogen“ und für immer Ruhe.

    Wieder Ich ist kein Neustart auf Knopfdruck.
    Es geht nicht darum, deinen Körper einmal komplett durchzuspülen und danach so weiterzumachen wie vorher.
    Es geht darum, dein inneres System wieder stabil werden zu lassen.

    Was Wieder Ich stattdessen ist.

    Sie kann zu deinem strategischen Reset-Knopf werden. Stell es dir vor wie einen Besuch bei deinem Lieblingsfriseur. Die herausgewachsenen Spitzen bekommen einen neuen Schnitt, die Pflegeprodukte stärken dein Haar, sodass deine Locken wieder volle Sprungkraft bekommen. Darm und Leber werden entlastet und gestärkt und das Mikrobiom wird so aufgebaut, dass dein Körper die Hormonumstellung überhaupt wieder managen kann.

    Der Wieder Ich Weg – mehr als nur Detox

    Was „mehr als Detox“ für mich wirklich bedeutet

    Nach all dem, was du bis hierher gelesen hast, wird vielleicht eines klar:
    Bei Wieder Ich geht nicht darum, noch eine Kur zu machen und zu schaffen.
    Es geht darum, deinem Körper endlich wieder zuzuhören und ihn zu unterstützen.

    Ich empfehle den Ansatz von Wieder Ich, weil es hier nicht um radikales Fasten geht, das unseren ohnehin gestressten Körper nur noch mehr unter Cortisol setzt.

    Die Kur setzt dort an, wo wir Unterstützung brauchen:

    1. Sanfte Reinigung und Entgiftung: Die Darmreinigung ist sanft und mechanisch – unterstützt durch Ballaststoffe, die wie kleine Helfer durch Dünn- und Dickdarm “schrubben”, auch dort hin, wo der Körper allein nicht gut hinkommt. Sie binden Abfallstoffe, nehmen sie mit und helfen, dass der Darm wieder regelmäßig und ruhig arbeiten kann – ohne deinen Alltag einzuschränken.
    2. Aufbau des Mikrobioms: Wir füttern gezielt die „guten“ Bakterien, damit dein Östrobolom wieder für dich arbeitet. Dazu kommen viele Vitalstoffe aus bewusster, pflanzlicher Ernährung. Keine Strenge, kein Hungern, aber so, das du dein Körper endlich wieder das bekommt, was er schon lange braucht.
    3. Alltagstauglichkeit: Rezepte, die keine drei Stunden Vorbereitung brauchen, damit wir zwischen Job und Familie nicht die Nerven verlieren.
    4. Mindset-Cleanse: Bei Wieder Ich geht es auch um Alltägliches – und gleichzeitig sehr Entscheidendes: Hinschauen.
      Wo entsteht dein Stress? Was ärgert dich immer wieder? Was isst du – und was schluckst du Tag für Tag einfach runter? Eine regelmäßige und bewusste Darmreinigung kann dir helfen, dass deine Wahrnehmung und deine Intuition wieder klarer wird. Und du kommst wieder in Kontakt mit deinem Körper. Mit den eigenen Bedürfnissen. Mit dem, was dir guttut.

    Nicht, um besser zu funktionieren.
    Sondern, um dich wieder zu spüren und herauszufinden, was dir langfristig gut tut. Und genau das ist es, was ich mit Wieder Ich bewirken will.

    Warum ein „Reset“ mit Wieder Ich erst der Anfang ist

    Eine Darm- und Leber stärkende Kur ist wie das Fundament beim Hausbau. Wenn es steht, können die Wände hochgezogen werden. Nach der Darmreinigung ist dein Körper wieder aufnahmebereit für gute Nährstoffe. Du wirst merken, dass du besser schläfst, die Haut strahlt und – das Beste – dein „Brain Fog“ (dieser Nebel im Kopf) sich lichtet. Es ist der Startschuss für eine Ernährung und gesunden Lebensweise, die zu deiner zweiten Lebenshälfte passt.

    Weniger Kampf, mehr Klarheit

    Du beginnst zu unterscheiden: Was stresst dich wirklich? Welche Nahrungsmittel, welche Gewohnheiten, welche Situationen? Und du weißt, was dir hilft – ohne langes Grübeln, ohne Selbstvorwürfe.
    und erkennst auch: Wo du jetzt dranbleiben solltest, da hier Veränderung Zeit braucht.
    Nicht alles muss sofort gelöst werden. Manches darf wachsen.

    Die Wechsel-JA-re annehmen

    Es sind nicht umsonst Wechsel-JA-re. Es ist ein Übergang. Ein Richtungswechsel.
    Weg vom reinen Funktionieren. Weg vom ständigen Für-alle-da-sein. Hin zu einem Leben mit mehr ICH-Fokus, mehr Selbstbestimmung, mehr innerer Wahrheit.

    Wir können die Wechseljahre nicht anhalten, aber wir können entscheiden, wie wir durch sie hindurchgehen. Ein gesunder Darm nimmt die Schärfe aus vielen Symptomen. Wenn du das Gefühl hast, festzustecken, ist ein geführter Reset wie die Wieder Ich-Kur eine kluge Investition in dich selbst.

    Warum Unterstützung in den Wechseljahren wichtiger ist als Durchhalten

    Jetzt wo du schon bis hierher gelesen hast … magst du dir einen Tee (oder ein Glas Wasser mit Zitrone, für den Glow!) holen?

    Ganz unter uns: Wir wissen beide, wie sich diese Wechseljahres-Phase anfühlt. Manchmal wie ein chaotischer Film, in dem man die Hauptrolle spielt, aber das Drehbuch nicht kennt. Warum „Zähne zusammenbeißen“ out ist (und Support deine neue Bestie)

    Dein innerer Ausreden-Weltmeister braucht Urlaub

    Wir kennen ihn alle: Diesen kleinen Saboteur im Kopf, der uns flüstert, dass der „Ausrutscher“ heute Nachmittag eigentlich gar nicht zählt. Wenn wir Dinge alleine machen, tappen wir erst in die „Morgen läuft’s bestimmt besser …“ und dann in die „Jetzt-ist-es-auch-egal“-Falle, sobald der erste Stress um die Ecke biegt. Unser Körper liebt seine alten Gewohnheiten und wehrt sich fleißig gegen Neues. In der Gruppe wird dieser innere Schweinehund aber ganz schnell ganz klein und zahm – weil da andere sind, der uns liebevoll auf Kurs halten.

    Glitzern statt Grübeln: Die Magie der Gruppe ✨

    Hast du einen schlechten Tag? Kopfweh? Deine Laune ist im Keller? Alleine denkst du: „Die Kur ist wohl doch nichts für mich.“ In der Wieder Ich-Runde merkst du: „Ach, Gabi und Steffi gings heute ähnlich – okay, wir motivieren uns und ziehen das zusammen durch!“ Dieses „Geteilte Leid“ normalisiert den Alltags-Wahnsinn. Es nimmt den Druck raus und ersetzt ihn durch ein warmes Gemeinschaftsgefühl. Du bist nicht komisch, du bist einfach mitten im hormonellen Umbau.

    Dein persönliches Hormon-Navi 🧭

    Dich alleine durch Detox- und Darm-Kuren zu wühlen, kann gefährlich sein. Wenn dein Körper komisch reagiert, ist das letzte was du brauchst eine Google-Suche, die dir sagt, dass du sterben wirst. Stattdessen wird Frau mit Wow von Expertinnen begleitet, die sagen: „Alles gut, meine Liebe, nimm ein paar Elektrolyte, das ist ganz normal.“ Diese Begleitung ist dein Anker. Sie verhindert Panik-Abbrüche und sorgt dafür, dass du gesund und sicher ans Ziel kommst.

    Warum Wieder Ich nachhaltiger ist als andere Darm-Kuren?

    Wissen, das bleibt (auch wenn die Kur vorbei ist) 🎓

    Das hier ist kein „Trink mal fünf Tage nur Saft“-Hype. Bei Wieder Ich lernst du, warum dein Darm gerade nicht optimal arbeitet und wie deine Leber tickt. Dieser Lerneffekt ist wie dein persönlicher Bonus, den du nach der Kur behältst. Es ist der Unterschied zwischen kurzfristigem Verzicht und einem langfristigen Upgrade für dein Lebensgefühl.

    „Manchmal braucht es keine neue Methode – sondern jemanden, der sagt: Du bist nicht komisch. Du bist mittendrin.“

    Wow super, du bist immer noch da! Dann hab ich jetzt was für dich …

    Die Einladung, deinem eigenen Körper wieder zu vertrauen

    Bist du bereit, dich selbst wieder zu spüren?

    Ich lade dich ein, dich selbst wieder ernst zu nehmen, deinem Körper zuzuhören und diese wichtige Phase deines Lebens nicht einfach zu übergehen, sondern aktiv zu gestalten.

    Wieder Ich ist kein Programm, das dich verändern soll. Es ist ein Raum, in dem du dich wieder spüren darfst.


    Die nächste begleitete Runde der Darm- und Leberkur Wieder Ich startet im Oktober 2026.

    Wenn du dabei sein möchtest – und als Erste mehr Informationen erhalten willst – trage dich jetzt auf die Warteliste ein.