Schlagwort: 12 von 12

  • 12 von 12 im Juni ’26: 12 Momente, davon keiner perfekt, aber alle echt.

    12 von 12 im Juni ’26: 12 Momente, davon keiner perfekt, aber alle echt.

    Mitte Juni. Der Himmel? Grau und regen-trüb. Und ich? Sitze am Küchentisch mit meinem Kaffee und komme einfach nicht in die Gänge.

    Willkommen in meinem Juni – dem echten, ungestellten, manchmal zähen. Einmal im Monat schreibe ich einen 12 von 12 (oder versuche es zumindest regelmäßig 🙂 und dokumentiere den 12. mit zwölf Momentaufnahmen aus meinem Alltag. Kein Hochglanz-Tag, keine Vorzeige-Routine. Sondern das, was wirklich war.

    Und was war? Spoiler: Regen. Viel Regen. Ein Tennis-Match, das im wahrsten Sinne ins Wasser fiel. Zwei Hunderunden – eine davon mit einer Freundin, und ich verspreche dir: die besten Gespräche über Wechseljahre finden weder beim Wein noch auf der Couch statt. Dazu ein Erdbeerfeld, ein Fahrrad, Hügel, die ich innerlich verfluchte – und ein Feierabend, der mit Golden Milk und Yoga Nidra endete, wie er enden sollte.

    Klingt nach ganz normalem Leben? Ist es auch. Und genau deshalb erzähle ich es dir.

    6:30 Uhr: Morgen-Kaffee

    Mitte Juni. Und draußen? Grau. Trüb. Regen ohne Ende.

    Ich sitze am Küchentisch, halte meinen Kaffee und schaue auf die regennasse Terrasse. Das Morgenlicht ist so ein trübes Dämmerlicht, das einen nicht wirklich wach werden lässt. Für meinen Sohn habe ich Toast gemacht – das Brot ist leer und zum Bäcker bin ich heute früh definitiv nicht gelaufen. Im Regen? Nein danke.

    Und jetzt sitze ich hier. Und komme irgendwie nicht in die Gänge.

    Kennst du das auch? Dieses bleierne Gefühl an manchen Tagen der Wechseljahre, das sich manchmal schon morgens einfach über alles legt – bevor der Tag überhaupt richtig angefangen hat? Bei mir steckt da gerade ganz viel Perimenopause drin. Zweite Zyklushälfte, und mein Körper macht was er will: müde, antriebslos, diese miese Grundstimmung, die sich für nichts und niemanden entschuldigt.

    Oh Mann.

    Ich sage dir das, weil ich finde, dass wir viel zu selten offen darüber reden: Heute ist so ein … Tag. Kein Drama. Kein Versagen. Nur ein Tag.

    Und ich sage dir das, weil ich finde, dass wir viel öfter einfach sagen dürfen, wie es uns wirklich geht. Gerade in der Perimenopause. Gerade in dieser Phase, in der so viele von uns mit denselben Themen kämpfen – und trotzdem oft das Gefühl haben, alleine damit zu sein.

    Unsere Mütter und Großmütter haben darüber geschwiegen. Oder es wurde weggewischt mit einem knappen „Da mussten wir alle durch.“ Ende der Diskussion.

    Aber ich will das nicht mehr so. Ich will darüber reden. Offen. Ohne Scham. Weil es zu unserem Leben dazu gehört und ich weiß, dass du da draußen sitzt – vielleicht auch gerade mit deinem Kaffee – und denkst: Ja, das kenne ich auch.

    Lass uns reden. 💬


    8 Uhr: Hunderunde

    Regenjacke. Gummistiefel. Los geht’s.

    Nächstes Wochenende ist Mitsommer – der längste Tag des Jahres. Irgendwie glaube ich es nicht so recht, wenn ich nach draußen schaue. Kalt, nass, windig. Seit Tagen schon.

    Hundili und ich sind wieder mal zu spät dran, die anderen schon vorgelaufen. Ich laufe hinter ihm her und – ich kann nicht anders – es zaubert mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht. So ein Glücksbringer auf vier Pfoten.

    Als wir die Gruppe einholen, mitten im Wohngebiet, gibt es große Begrüßungsfreude. Bei den Hunden und bei uns. Manchmal denke ich: Das ist eigentlich wie ein Spielplatz-Treffen – nur mit Fell-Kids statt Kindern. 🐾

    Und genau das ist es, was uns zusammenhält. Wir ticken alle ähnlich. Wir lieben unsere Hunde auf eine Weise, die andere vielleicht nicht ganz verstehen. Und das verbindet.

    Ich bin dankbar für diese Runde. Für die fröhliche Gassi-Stunde am Morgen, die mich jedes Mal wieder auf andere Gedanken bringt – egal wie grau der Himmel ist.

    Manchmal braucht es nicht viel, um den Tag gut zu starten. Manchmal reicht ein Hund und eine Handvoll Menschen, die genauso ticken wie du. 🐶


    9:15 Uhr: Frühstücks-Shake

    Mein „Daily Drink“ gehört zu meinem Morgen wie der Kaffee. Ein Shake mit allem, was mein Körper braucht, um gut in den Tag zu starten – Vitamine, Mikronährstoffe, Proteine. Alles drin, alles erledigt. Für mich ersetzt er auch das Frühstück, denn morgens essen fällt mir seit jeher schwer.

    Der Shake war mein Ausweg. Seit 2021 weiß ich, was es bedeutet, wenn der Akku wirklich leer ist – ganz unten. Trennung, kein Job, Bewerbung, Absage, immer wieder. Zwei Kinder, keine Ahnung wie es weitergeht, und ein Körper, der einfach nicht mehr mitmachen wollte.

    Damals habe ich angefangen, genauer hinzuschauen. Was brauche ich eigentlich? Was fehlt mir – nicht nur emotional, sondern ganz konkret, körperlich? Was ich gelernt habe: In der Perimenopause braucht unser Körper deutlich mehr. Mehr Vitamine, mehr Mikronährstoffe, mehr Proteine. Und wenn man das nicht bewusst zuführt, merkt man es – an der Müdigkeit, an der Stimmung, an diesem diffusen Gefühl, dass irgendwie alles schwerer ist als es sein müsste.

    Seitdem gehört mein „Daily Drink“ fest zu meinem Morgen. Meine Grundversorgung. Jeden Tag. ✔


    9:30 Uhr: Jetzt – Homeoffice

    Ich arbeite durch, was sich gestern angesammelt hat – angefangene Blogartikel-Ideen, Content-Ideen für Social Media. Notizen auf dem Handy, Gedanken in diversen Google Docs, manches im Trello-Board. So ein digitales Sammelsurium, das irgendwann sortiert werden will.

    Heute ist der 12. Juni – also Zeit für meinen „12 von 12″. Einmal im Monat dokumentiere ich den 12. mit zwölf Momentaufnahmen aus meinem Alltag – naja zugegeben, manchmal vergesse ich es auch. Ich mag dieses Format. Es zwingt mich, genauer hinzuschauen – auf das ganz Normale, das sonst einfach so vergeht.

    Beim Texten arbeite ich inzwischen mit Claude zusammen. Ich gebe meine Gedanken rein, und gemeinsam polieren wir die Texte – das spart mir enorm viel Zeit und macht den Prozess irgendwie leichter – und vor allem schneller. Die Schreib-Skills sind für mich ein echter Gewinn. Danach noch schnell Foto-Editing in Canva, und der Content ist fertig.

    So sieht mein heutiger verregnetet Vormittag aus. Nicht glamourös – aber effizient. 😄


    11:15 Uhr: Tennis-Match vorbereiten

    14 Grad. Der Regen müsste gleich aufhören – müsste.

    Ich packe meine Tennistasche: Schuhe, zwei lange Shirts, 3/4-Hose, Bälle. Und mein Getränk. Zuckerfrei, mit Elektrolyten – weil mein Körper nach dem langen Sitzen am Schreibtisch heute noch Lauf-, Schlag- und „sonstige Denkleistung“ erbringen soll. Tennis ist eben nicht nur Sport. Da muss auch der Kopf mitspielen. 🎾

    Mal sehen, was der Nachmittag noch bringt.


    12:00 Uhr: TCA Vereinsmeisterschaft Damen

    Der Regen hat nicht aufgehört … das Spiel fällt heute leider aus.

    Wir verlegen das Vereinsmeisterschafts-Spiel auf nächste Woche – gleiche Zeit, nur eine Woche später. Meine Gegnerin (LK12) spielt bedeutend besser als ich (LK 25), das war mir vorher klar. Mein Ziel wäre ganz bescheiden gewesen: saubere Technik, guter Abstand zum Ball, die Bälle klug verteilen, sie ins Laufen bringen. Und bitte kein Doppel-Bagel, also pro Satz mindestens einen Punkt erspielen. 😄

    Die Messlatte lag nicht besonders hoch. Aber manchmal ist das genau richtig so. Das nimmt Druck raus und lässt einen freier Spielen.

    Fortsetzung folgt.


    14 Uhr: Hunderunde mit einer Freundin

    Immer noch Regen. Wir werden wieder nass. Na und?

    Mit meiner Freundin merke ich das kaum. Wir sind ähnlich alt, haben ähnliche Lebensthemen – und genau das macht es aus. Sie ist gerade immer wieder krankgeschrieben wegen ihrer Wechseljahres-Symptome. Wir treffen uns zum Gassi und einfach reden. Keine ist allein mit ihrem Thema.

    Gute zwei Stunden sind wir gelaufen. Haben uns ordentlich verquatscht.
    Und weißt du was? Lieber zwei Stunden im Regen gehen und reden als den ganzen Abend beim Wein sitzen und reden. Gassi ist alkoholfrei. Das hat auch was. 😄


    16 Uhr: einmal am Tag „warm“ Essen

    Hauptmahlzeit. Frisch gekocht – und zwar schnell.

    „Fast food“ auf meine Art: gedünstetes Gemüse. Dann Küchenschluss. Nichts mehr nach 18 Uhr – wegen Autophagie und so. Magen und Verdauung eine Pause gönnen. Die haben’s verdient.

    Kaum aufgegessen, schon aufs Fahrrad. Die Erdbeeren rufen. 🍓



    16:30 Uhr: Erdbeeren – wir kommen

    Ein Geheimtipp unter Freundinnen: irgendwo in der Nähe soll es ein Erdbeerfeld zum Selberpflücken geben. Klingt perfekt. Wir schwingen uns aufs Radl.


    Ich und Fahrrad. Eine tolle Idee. 🫣
    Ich komme aus dem absoluten Flachland – jeder noch so kleine Hügel fühlt sich für mich wie ein Berg an. Meine Freundin: locker voraus, rauf und runter. Ich: hinterher, keuchend, die Hügel innerlich verfluchend. Eine gute halbe Stunde pro Weg.

    Aber dann: im Erdbeerfeld sitzen, pflücken, Sonne im Gesicht. Für Marmelade, Erdbeerkuchen, Joghurt, Smoothie. Reiche Beute gemacht. 🍓

    Und erst als ich da so saß, fiel mir ein: Im Ort hält eigentlich auch der Bus.
    Ja. Nächstes Mal. 😄


    18:20 Uhr: Lieblings-Pflegi abholen

    Meine „Mausine“ kommt übers Wochenende. Ihr Frauchen ist auf einer Hochzeit – also übernehme ich. 🐾
    Aber erst: schnell das schönste Schälchen Erdbeeren zusammengepackt und los. Puh – grad noch rechtzeitig dort.
    Dann die Abend-Gassi-Runde: Roni, Kaya und ich. Alle zusammen über den Haldenberg, zurück ins Auto, und zu mir nach Hause.

    Und jetzt? Feierabend. Endlich. 🥰


    19:30 Uhr: Die guten in’s Töpfchen …

    Feierabend? Denkste.
    Selbstgepflückte Erdbeeren sind meistens schön reif – und meistens voller Druckstellen. Also: große Schüssel waschen, die guten für den Kuchen rauslesen, den Rest ausschneiden und kleinschnippeln. Für Joghurt, Smoothie und Quark. Zwei Schüsseln, Kühlschrank. Fertig.

    So, jetzt aber wirklich. 🍓😄


    21 Uhr: Tages-End-Entspannung

    Jetzt wirklich Feierabend.
    Heiße Tasse Golden Milk. Yoga Nidra – Meditation im Liegen, die mich jedes Mal tiefer entspannt als ich es für möglich halte. Und danach Journaling: drei Dinge, die heute gut waren.

    Mein goldenes Abendritual. ✨


    weitere 12 von 12

    Dies sind einige der kommenden Veranstaltungen.

    Schau in meinen Tag: 12-von-12 im Juni ´25

    12 von 12 im Juni ’25

    weiter lesen >

    12-von-12 im April: Ich lad dich ein, komm mit auf einen erlebnisreichen Tag

    12 von 12 im April ’25

    mehr lesen >

    12-von-12 im Oktober 2024

    12 von 12 Oktober ’24

    mehr lesen >

  • 12-von-12 im Juni ´25

    12-von-12 im Juni ´25

    Einiges ist vorbei, goodbye Junimond.

    „Es ist vorbei, bye bye Junimond!
    Es ist vorbei.
    Es ist vorbei, bye bye.“

    originale Songzeilen aus Junimond von Echt, 2000

    12-von-12 – meine Tagesdoku vom 12. Juni ´25.
    Entspannt sein, die Geschehnisse annehmen, in dem Bewusstsein, dass es in Zukunft nicht mehr so sein wird wie heute.

    Das erste Mal, das ich zu Besuch zu meinen Eltern fahre, ohne meine alte Heimatstadt Magdeburg zu sehen.

    Das erste Mal, dass wir jedes Elternteil jeweils nur für einen Nachmittag besuchen.

    Und vielleicht das letzte Mal, dass … sie uns erkennen oder bewusst und aktiv mit mir und meinen Jungs, ihren Enkeln kommunizieren.

    Meine Kids sind mittlerweile groß (18 & 16) und wollten in diesen Pfingstferien – wenn wir schon mal „da oben“ sind – einen kurzen Abstecher nach Berlin machen. Berlin ist super, da bin ich gerne dabei. So waren wir die ersten beiden Tage in Berlin (wenn es dich interessiert, lies den→ Reisebericht „Für 2-Tage-in-Berlin“), dann am 3. Tag, Mittwoch, zu Besuch bei meinem Papa in Tangerhütte und heute, am Donnerstag besuchen wir meine Mama in Althaldensleben.

    Hier kommt erstmal mein Tagesrückblick 12-von-12, in dem ich dich mit 12 Fotos mitnehme in meinen heutigen 12. Juni 2025.

    8 Uhr: entspannter Kaffee am See

    Die Vögel zwitscherten, der Wind rauschte in ruhigen Wellen durch die Blätter, ganz in der Ferne  die Geräusche der Straßen und Stadt.

    Immer wieder lass ich meinen Blick schweifen über das Laptop auf den See, der vor mir still in der Sonne glänzt. Ich sitze auf der Strandliege vor unserem gemieteten Camper, nehme einen Schluck Kaffee und kann mich nicht erinnern, wann der letzte so entspannte „Urlaubstag“ war.
    Es ist schon ziemlich lange her.

    9 Uhr: openAir Bloggen

    Entspannt am See im Schatten unter einem großen Baum. Die Jungs schlafen noch und ich site auf dem Liegestuhl und schreibe entspannt mit Seeblick.

    Heute ist der 12. Juni – Zeit für die persönliche Tages-Doku „12-von-12“.

    Es ist Donnerstag und wir – meine Kids und ich – sind „OnTheWay“ – auf Besuch bei den Großeltern, meinen Eltern.

    Heute ist schon der letzte Tag unserer Reise und heute Nachmittag besuchen wir meine Mama.

    10 Uhr: Das hat mich echt umgehaun

    Ich muss mich mal wieder bewegen und mache eine „schöpferische Pause“. Ich schlendere über den Campingplatz und schaue, was sich seit meinem letzten Besuch verändert hat – und staune nicht schlecht. Das kannte ich bisher nur von großen Campingplätzen am Mittelmeer.

    WOW – wenn Menschen für sich und ihren Traum losgehen. Das hat mich echt umgehaun. Ich bin begeistert von so viel Vision und Innovationskraft. Viel Erfolg euch!

    stylische Mobilehomes mit viel Glas
    Glamping-Zelte mit chilligen Hängematten
    Mietwohnwagen

    Den kleinen Campingplatz am Jersleber See nördlich von Magdeburg kenne ich schon ewig. Als ich Kind waren wir oft zum Baden hier. Vor kurzem gab es einen Betreiberwechsel. Und die große Vision ist spürbar, sehr modern und trendy. Ich fühle mich wohl im Mietwohnwagen, schaue auf den See, entspanne und genieße die Ruhe.

    11 Uhr: Breakfast for One

    Meine Jungs schlafen immer noch bzw. wollen heute irgendwie nicht aus den Betten aufstehen. Ich entscheide mich für Frühstück – allein.

    Ich bin hungrig und werde jetzt mit Seeblick frühstücken, wer weiß ob die zwei heute morgen (mittlerweile fast Mittag) überhaupt was essen wollen.

    12 Uhr: War gerade noch kurz am See – oh je …

    Mein absoluter Angstgegner.

    Ich weiß eigentlich nicht, warum es so ist, aber ich habe panische Angst vor Pflanzen, vor jeglichem Grünzeug, das im See oder unter Wasser wächst.

    Rein sachlich – kein Problem: ist wie Wiese oder Büsche, nur eben unter Wasser.
    Rein emotional – mega Problem: Panische Angst, Herzrasen, absolutes NoGo, bin nicht in der Lage mich zu nähern oder gar drüber hinweg zu schwimmen – PANIK!

    14 Uhr: Rundgang mit Mama „einmal um Block“

    Wir besuchen meine Mama. Sie lebt mittlerweile im Pflegeheim. Heute Vormittag war sie bereits mit ihrer Wohngruppe im Ort spazieren. Jetzt überraschen wir sie mit unserem Besuch. Meine Mama freut sich, als wir zur Tür herein kommen und wir ködern sie zu einer zweiten Runde „um Block“ für eine Kugel Schleck-Eis – für ein Eis würde sie immernoch alles tun, auch bewegen 🤣 – eine perfekte Motivase.

    15 Uhr: Windbeutel im Café

    Das Eis-Café, das in dem online Kartendienst ausgeschrieben war, hatte heute leider geschlossen. Auf einem kleinen Dorf mitten unter der Woche – wen wundert´s eigentlich?

    So sind wir zwei Straßen weiter zum Café am Supermarkt gelaufen – und es gab … Windbeutel. Den hat sie sich jetzt gut erlaufen.

    Meine Mama & ihr Windbeutel.

    16 Uhr: Ein schattiges Plätzchen auf der Parkbank

    Meine Mama umgeben von meinen beiden Jungs. ❤❤❤ auf der Parkbank im Senioren- und Pflegeheim – ausruhen nach unserem Rundgang „um´n Block“

    Retour ging es durch die schattigen Parkanlagen vom Kloster Alhaldensleben, vorbei am Schwanen-freien Schwanenteich zurück zum Senioren- und Pflegeheim, in dem meine Mama seit letzten Dezember lebt.

    Wieder im Garten angekommen gab es endlich eine schattige Bank zum ausruhen mit Blick auf die Hühnervoliere.

    17 Uhr: Brandenburger Tor und Tiergarten

    links sieht man klein das Brandeburger Tor. Davor rechts die Parkanlage des Großen Tiergarten. Herausfotografiert aus dem oberen Teil der Kuppel auf dem Berliner Reichstag – daher so ein bisschen Glas-verschwommen.

    Wir sitzen noch ein wenig auf ihrem Zimmer zusammen. Ich erzähle von den vergangenen Tagen in Berlin, zeige ihr die Fotos von unserem Kurztripp. Vieles erkennt sie nicht mehr. Nur einige wenige Fotos wecken noch Erinnerungen: der Fernsehturm, der Tiergarten.

    Auf dem Foto sieht man den grünen (Tiergarten)Park vor dem Brandenburger Tor (klein, links). Sie fragt mich, ob wir auch Giraffen gesehen haben und wo denn all die Tiere hin sind. Sie verwechselt den Tiergarten mit dem Tierpark, den Ost-Berliner Zoo.

    17:30 Uhr: Für ihre Wohngruppe gibt es Abendessen. Wir verabschieden uns. Ein letzter Kuss, eine feste Umarmung – für eine lange Zeit. Ich bin traurig, meine Jungs sind traurig.
    Für regelmäßige Kurz-Besuche wohnen wir einfach viel zu weit weg.

    20 Uhr: resümieren & schreiben

    Alles kommt zur Ruhe, meinen Gedanken hänge ich nach. Ich resümiere über den heutigen Tag, die Erlebnisse mit meiner Mama, meinen Jungs.

    Und registriere – es wird nie mehr so wie heute.

    Wenn ich das nächste mal hier bin, wie weit wird die Demenz fortgeschritten sein? Wird sie mich noch erkennen? Werde ich noch einmal mit ihr im Park spazieren gehen?

    23 Uhr: Erdbeer- oder Rosen-Vollmond – wo bleibst du?

    Besonders rot, besonders groß, da er besonders tief am Himmel erscheint (eigentlich schon in der Nacht vom 11. auf den 12.6.).

    Angekündigter Mondaufgang: 23:18 Uhr in Richtung Südost – also schräg hinter dem See.

    Der kleine See liegt still und der wunderbare Erdbeermond würde eine tolle Spiegelung im See zeigen.

    Während ich warte genieße ich den Ausblick auf den See mit einem Glasl lecker Rotwein.

    Ich bleibe extra wach und bin gespannt, ob ich ihn heute auch noch so groß und rot sehen und mit meiner Handykamera einfangen kann.

    Leider verspätete sich der Mond sehr, ich war müde vom Tag und bin dann leider eingeschlafen.

    Was der Juni-Vollmond 2025 verspricht?

    Das Große Ganze erkennen, ein Wendepunkt, der Klarheit ins Chaos bringen, mir helfen soll, mich neu aufzustellen, mit mehr Freude und Sinnhaftigkeit.

    Die Sonne steht aktuell im Zeichen der Zwillinge (→ mein Aszendent) und der Mond im Schützen (→ mein Sternzeichen). Ich bin sehr gespannt.

    Der Schütze sucht nach höherem Wissen, Abenteuer, Sinn und Spontaneität. Ein klares Ziel, eine Mission oder eine Philosophie, die meinem Leben Sinn und Richtung verleiht. Tatsächlich wuselt schon seit längerem etwas in meinem Kopf herum – ich spüre, wie ich es langsam in klareren Worten ausdrücken kann, meine Mission neu definieren kann.


    Ich schreibe mittlerweile sehr gerne die monatlichen „12 von 12″s – nicht regelmäßig, weil manchmal passt es nicht in meinen Alltag. Aber gerade so außergewöhnliche 12. halte ich als Erinnerung fest.

    Mittlerweile gehört diese bebilderte Tagesdoku zu meinen Lieblingsformaten, denn durch sie nehme ich meinen Alltag viel achtsamer wahr. Als leidenschaftliche Smartphone-Fotografin kann ich mich an diesem Tag so richtig austoben und die wichtigsten Tagesdetails als besonders tolles Foto festhalten.

    Danke Judith Peters, für deine sympathische Anleitung!