Wenn der Akku leer ist: Mein Lieblingsritual für mehr Energie im Alltag

Wenn der Akku leer ist: Mein Lieblingsritual für mehr Energie im Alltag

Dies ist mein Beitrag zu meiner eigenen Blogparade, die ich am 19. Juni 2026 gestartet habe. Ich sammle damit bis zum 2. August 2026 viele Lieblingsrituale, die mehr Energie in den Wechseljahres-Alltag von Frauen bringen, um zahlreichen Menschen aufzuzeigen, wie sie mit Energietiefs im Alltag umgehen können.

Wenn du möchtest, kannst du gerne noch teilnehmen und uns dein Lieblingsritual für mehr Energie im Alltag verraten. In meinem Aufruf Müde war gestern: Meine Blogparade rund um dein Lieblingsritual für mehr Energie im Alltag findest du alle Informationen, um teilzunehmen.

Hier kommt nun meine eigene Geschichte rund um mein Lieblingsritual, was mir hilft, dass ich wieder mehr Energie im Alltag bekomme.

In Kürze – Das wichtigste auf einen Blick

  • Mehr Energie im Alltag heißt für mich: Lust auf den Tag, Leichtigkeit und das Gefühl, Bäume ausreißen zu können.
  • Was mir Kraft raubt, ist selten die Arbeit selbst, sondern der übervolle Kopf: zu viel Chaos und zu viele To-dos auf einmal.
  • Gerade in den Wechseljahren gibt es Tage, an denen der Körper bremst und der Business-Aufbau ins Stocken gerät.
  • Mein Lieblingsritual hat drei Schritte: bewusste Auszeit, eine große Tasse Goldene Milch und die To-do-Liste radikal zusammenstreichen.
  • Ein einziges erledigtes, wichtiges To-do bringt mich weiter als eine lange Liste, vor der ich kapituliere.

Kennst du diese Tage, an denen du vor deiner To-do-Liste sitzt wie vor einem riesigen Berg Spaghetti? Lauter Enden, die aus dem Knäuel ragen, und du weißt nicht, welches du zuerst ziehen sollst, damit es vorwärts geht. Mich legt dieses Bild manchmal komplett lahm. Die Gedanken drehen sich im Kreis, die Kopfschmerzen hämmern, und am Ende sinke ich kraftlos aufs Sofa und komme nicht mehr hoch.

Lange habe ich gedacht, ich müsste mich da nur mehr zusammenreißen. Heute weiß ich es besser. Und ich habe ein kleines Ritual, das mich da jedes Mal wieder herausholt. Davon erzähle ich dir gleich. Lass mich dir vorher kurz erzählen, worum es geht.

Was „mehr Energie im Alltag“ für mich bedeutet

Energie ist für mich kein abstraktes Wort. Ich merke sofort, wenn sie da ist: Motivation, Elan, Tatendrang. Ich habe Lust auf meine Arbeit und Freude an den vielen kleinen Dingen, die so ein Tag mit sich bringt. Alles fühlt sich leichter an, und manchmal habe ich das Gefühl, ich könnte Bäume ausreißen und die ganze Welt umarmen.

Dann sind die Gedanken positiv, und ich freue mich auf Menschen: auf ein Treffen, eine Unternehmung, ein langes Gespräch. So ein Tag mit voller Energie hat bei mir auch ein paar feste Begleiter. Ich wache ohne Wecker auf und arbeite den Tag in meinem eigenen Tempo durch. Ich drehe eine ausgedehnte Hunderunde, ohne ständig auf die Uhr zu schauen. Und ich trinke viel: am liebsten kalt gezogenen Kräutertee oder einen Iced Green Latte on the Rocks. Kleine Dinge, die mich tragen.

Wie sich wenig Energie im Alltag anfühlt

Und dann gibt es die anderen Tage. Die kennst du bestimmt auch. Der Kopf ist voll mit Gedanken, die sich im Kreis drehen und nicht zur Ruhe kommen. Ein Gefühl von „ich bi schon wieder hinten dran“ macht sich breit. Irgendwann fangen die Kopfschmerzen an zu hämmern.

Ich werde wie gelähmt, kaum noch handlungsfähig. Statt loszulegen, sinke ich kraftlos aufs Sofa und komme nicht mehr hoch. Und über allem liegt dieses leise, nagende Gefühl, ungenügend zu sein. Wenn ich da nicht aufpasse, rutsche ich in eine Spirale aus Lethargie und negativen Gedanken, die mich immer tiefer zieht.

Was mir im Alltag Energie raubt

Wenn ich ehrlich hinschaue, ist es selten die Arbeit selbst, die mich auslaugt. Es ist der überfüllte Kopf. Da ist dieser Spaghettiberg aus To-dos, und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich habe mir zu viel vorgenommen und meine eigenen Kräfte überschätzt. Dazu kommt der mentale Stress, oft begleitet von der Sorge, mich später rechtfertigen zu müssen: Warum? Wieso? Weshalb hast du dies nicht und das nicht geschafft?

Und dann ist da noch etwas, das ich lange unterschätzt habe: Mein eigener Anspruch ist gewachsen. Ich gebe mich nicht mehr mit dem ersten hingerotzten Entwurf zufrieden. Ich will es genau wissen, ich will, dass es gut aussieht, sich gut liest, zieht und sinnvoll ist, und dass es Erfolg hat. Dieser Anspruch ist schön, aber er kostet Kraft.

Hast du manchmal auch zu wenig Energie für deinen Erfolg?

Besonders deutlich spüre ich das beim Aufbau meines Business. Das läuft bei mir nebenher, mit Aufgaben, die jeden Tag erledigt werden wollen, wie bei jedem anderen Job auch. An vielen Tagen klappt das gut. An manchen aber, vor allem in der zweiten Hälfte meines Zyklus, bin ich wie ausgeknockt: PMS, müde, ein Körper schwer wie Blei, antriebslos, und der Kopf ist komplett leer.

An solchen Tagen komme ich gar nicht erst ins Tun. Aufgaben bleiben liegen, manchmal tagelang, und mein Business-Aufbau stockt mal wieder. Dabei wäre genau das Gegenteil so wichtig: dranbleiben, regelmäßig, konsequent. Und dann ärgere ich mich. Über mich, über meinen Körper, der gerade wiedermal nicht mitmachen will.

Was ich daraus gelernt habe: Ich bin nicht mehr so leistungsfähig wie früher. Die Wechseljahre zollen ihren Tribut, und mein Anspruch an mich ist obendrein gestiegen. Beides zusammen verlangt nach einem neuen Umgang mit mir selbst. Genau dafür habe ich mir mein Ritual angewöhnt.

Mein Lieblingsritual: Auszeit, Goldene Milch und ein radikaler Cut

Sobald ich merke, dass dieser Überforderungs-Zustand naht, ziehe ich die Reißleine. Damit ich gar nicht erst in der Antriebslosigkeit versinke, gehe ich in drei Schritten vor.

Schritt 1: Bewusst eine Auszeit nehmen

Ich nehme mir eine Pause. Mitten im Tag, mit voller Absicht. Und ja, ich nehme in Kauf, dass danach vielleicht Fragen kommen, dass jemand eine Rechtfertigung von mir erwartet. Früher hätte mich das umgetrieben. Heute rechtfertige ich mich nicht mehr. Meine Gesundheit, mein Wohlbefinden und meine Leistungsfähigkeit gehen vor. Punkt.

Schritt 2: Eine Goldene Milch als kleine Umarmung

Dann mache ich mir eine große Tasse Goldene Milch. Und zwar mit Hingabe: besonders viel Schaum, eine hübsche Deko obendrauf, alles nur für mich. Es fühlt sich an wie eine kleine Umarmung und ein Küsschen auf die Wange. Ich lege mich aufs Sofa, die Beine hoch, und genieße jeden Schluck. Ein paar Runden atme ich bewusst und leise „So Ham“, und spüre, wie die warme Goldene Milch mir Ruhe schenkt.

Schritt 3: Die To-do-Liste radikal zusammenstreichen

Erst danach nehme ich mir meine Tagesliste vor. Bei jedem Punkt frage ich mich nur zwei Dinge: Ist das heute ein Muss? Und ist es zeitkritisch? Alles, was nicht zu hundert Prozent zeitkritisch und wichtig für heute oder morgen ist, streiche ich. Meistens bleiben am Ende ein, zwei Dinge übrig. Eine Sache schaffe ich noch, da bin ich mir sicher. Die zweite vielleicht auch. Der Rest wird verschoben, ohne schlechtes Gewissen.

Warum mir dieses Ritual mehr Energie schenkt

Dieser radikale Schnitt holt mich raus aus der Überforderung. Plötzlich ist wieder Luft und Kraft da für dieses eine To-do, das ich an dem Tag dann auch erledige. Denn mehr Punkte auf der Liste machen mich nicht schneller, sie machen mich kleiner. Wenn ich abends auf eine übervolle Liste schaue, von der ich kaum etwas geschafft habe, gibt mir das genau dieses Gefühl, ungenügend zu sein. Auf Dauer geht mir das an die Substanz.

Inzwischen plane ich meine Tage schon mit diesem Wissen im Hinterkopf. Ich frage mich gleich: Was ist heute das eine, wichtige, zeitkritische To-do? Und was hat Zeit und darf auf einen anderen Tag wandern? Das macht mich auf lange Sicht leistungsfähiger, weil es mich von dieser zermürbenden Spirale fernhält, in der ich mir einrede, nicht gut genug zu sein.

Mein Ritual lässt mich akzeptieren, dass ich Grenzen habe, gerade jetzt in den Wechseljahren. Es macht mich milder mit mir selbst, weil mein Körper im Moment ohnehin schon viel leistet, und ich ihm nicht auch noch einen Berg To-dos aufladen muss. Die Goldene Milch tut meinem Körper und Seele gut und gibt mir Kraft für die eine Aufgabe, die zählt. Denn ein erledigtes, wichtiges To-do bringt mich weiter als die Kapitulation vor dem Spaghettiberg. Letztere füttert nur wieder die negativen Gedanken und zieht mich tiefer hinein.

Und jetzt du: Was ist dein Lieblingsritual?

Vielleicht hast du beim Lesen genickt, weil du diese Tage auch so gut kennst. Vielleicht hast du längst dein eigenes kleines Ritual, das dich unterstützt. Und vielleicht möchtest du meins einmal ausprobieren.

Genau darum dreht sich gerade meine Blogparade: „Mein Lieblingsritual für mehr Energie im Alltag.“ Ich würde mich riesig freuen, wenn du mitmachst. Erzähl mir von deinem Ritual, mit einem eigenen Beitrag auf deinem Blog oder in den Kommentaren. Dein kleiner Energie-Trick könnte genau das sein, was eine andere Frau gerade braucht.

Und falls du Lust hast, dir auch so eine Tasse Ruhe zu gönnen: Schreib mir, dann schicke ich dir gern den Link, über den du meine Goldene Milch bestellen kannst.

Liebe Grüße, deine Andrea.

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